• 01.03.2018, 13:01:16
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„dokFilm“ zum Weltfrauentag: „Die Lust der Frauen“ und „Stream of Love – Was Frauen wollen“

Zwei Dokumentarfilme über weibliche Sexualität in reiferen Jahren

Utl.: Zwei Dokumentarfilme über weibliche Sexualität in reiferen
Jahren =

Wien (OTS) - Im Rahmen des ORF-Programmschwerpunkts zum
Internationalen Frauentag (Details unter http://presse.ORF.at)
präsentiert „dokFilm“ am Sonntag, dem 4. März 2018, in ORF 2 zwei
Produktionen zum Thema weibliche Sexualität in reiferen Jahren. In
„Die Lust der Frauen“ (23.20 Uhr) lässt Filmemacherin Gabi Schweiger
fünf Frauen in deren Sechzigern zu Wort kommen, die über ihr aktives
Sexualleben berichten und über den täglichen Kampf, zum eigenen
Begehren zu stehen und gewonnene Freiheiten aufrecht zu halten.
Anschließend führt „Stream of Love – Was Frauen wollen“ (0.20 Uhr)
das Publikum auf eine unterhaltsame Zeitreise der ungewöhnlichen Art:
Der Film von Ágnes Sós beleuchtet anhand von Erzählungen
transsilvanischer Bäuerinnen mit Charme und viel Humor die Themen
Liebe, Sexualität und die Weisheit des Alters.

Zum Inhalt von „Die Lust der Frauen“:

Ein Film über fünf Frauen jenseits der 60, die ihre Lust auf Sex
nicht verloren haben: Da ist die Bodenständige, die Zarte, Witzige,
die Laszive, die Lesbe: Alle fünf legen großen Wert auf ihre
Sexualität. Sie haben gar nichts dagegen, gute Omas zu sein, ihre
Angehörigen zu unterstützen oder Nachbarn zu helfen; aber ihre
eigenen Bedürfnisse unterordnen, auf etwas zu verzichten, das immer
zu ihrem Leben gehört hat, dagegen haben sie etwas.

„Die Lust der Frauen“ ist ein aufklärerischer und witziger Film über
mutige Selbstverwirklichung und konsequente Selbstbestimmung zum
Weltfrauentag und erzählt vom Sex im Alter, vom Umgang mit dem
eigenen, reif gewordenen Körper und vom täglichen Kampf, gewonnene
Freiheiten aufrecht zu halten – allen Tabus und traditionellen
Moralvorstellungen zum Trotz.

„Ein erstaunlich offener Film. Sympathische Frauen, sympathische und
gescheite Statements, mit denen sich bestimmt viele Altersgenossinnen
identifizieren können – und eine wichtige Botschaft: die Lust an der
Lust hat kein biologisches Ablaufdatum“, sagt Elfriede Hammerl.

„Ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft: das offene Gespräch von
älteren Frauen über ihre Sexualität, ihre Lust, ihre Wünsche, ihre
Forderungen und ihre Leidenschaften. Filmisch sehr gut umgesetzt:
ungezwungen, ansprechend und abwechslungsreich“, schreibt Valie
Export.

Zum Inhalt von „Stream of Love – Was Frauen wollen“:

Auf eine unterhaltsame Zeitreise der ungewöhnlichen Art mit
Liebesgeschichten aus vergangenen Zeiten entführt der Dokumentarfilm
„Stream of Love – Was Frauen wollen“ der ungarischen Regisseurin
Ágnes Sós. Mit Charme und viel Humor reflektiert er über die Liebe
und die Weisheit des Alters gleichermaßen: Eingebettet in die
ländliche Idylle eines ärmlichen Dorfes in Siebenbürgen, umweht vom
Duft der Vergangenheit, lässt die Doku einfache Bäuerinnen aus
Transsilvanien über die tabuisierten Themen Liebe und Sexualität zu
Wort kommen. Die Frauen geben heimliche Liebesgeschichten aus einem
verborgenen und kargen Leben preis, von deren Existenz die fernen
Stadtbewohner bisher nur wenig erahnen. Der Film taucht ein in die
Jugend sympathischer alter Menschen, die reif und klug geworden, aber
in ihren Herzen dennoch jung geblieben sind.

Wenn der alte Bauer Feri sich mit seinem Pferdewagen nähert, blicken
ihn die alten Frauen mit ihren zerfurchten Gesichtern verstohlen an.
Die Erinnerungen zaubern ein Funkeln in die Augen der Dorfälteren und
eröffnen eine Welt von Erlebnissen, über die sie wohl nie von sich
aus erzählen würden, wären sie nicht in diesem hohen Alter. In den
gemeinsamen Gesprächen über die Vergangenheit werden tiefe und oft
abgründige Geheimnisse über Liebe, Lebensfreude und Sexualität zum
Leben erweckt. Die romantischen Filmszenen, die schöne Landschaft und
der Hauch der Vergangenheit, das alles hat eigentlich nur wenig mit
der Realität eines kargen harten, arbeitsreichen Alltages der
Bäuerinnen zu tun. Und doch widerspricht es einander nicht.

Filmemacherin Ágnes Sós hat über drei Jahre lang die Gespräche aus
dem Leben der Dorfbewohnerinnen zusammengetragen, hat den Alten und
ihren faszinierenden Erzählungen gelauscht: „Ich war sehr inspiriert
von der Natur und ich schätze Liebe und Sinnlichkeit in hohem Maße,
die in meinen Arbeiten immer zum Ausdruck kommt“, sagt Sós.

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