- 28.02.2018, 13:37:22
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AktionsGemeinschaft: Hohe Erwartungen an UG-Novelle
AG begrüßt Zugangsmanagement, erwartet im Gegenzug aber deutliche Qualitätsverbesserungen
Am Mittwoch wurde im Parlament auf Antrag der Bundesregierung die Novelle zum Universitätsgesetz und damit auch der gesetzliche Rahmen für die Verwendung des Hochschulbudgets beschlossen. Ziel der Novelle ist eine kapazitätsorientierte und transparente Studienplatzfinanzierung an den öffentlichen Universitäten und die Qualitätssicherung im universitären Bereich der Lehre.
"Die AktionsGemeinschaft als größte studentische Interessenvertretung fordert bereits seit Jahren eine ausbalancierte Finanzierung der Studienplätze und ein geregeltes Zugangsmanagement zur Sicherung der Qualität an den Standorten. Demnach haben wir hohe Erwartungen an die Ankündigungen des Wissenschaftsministers, dessen erklärtes Ziel es ist, eben diese Qualitätsverbesserungen in den Bereichen der Lehre, Forschung und Entwicklung, sowie der Entwicklung und Erschließung der Künste (EEK) zu liefern", erklärt der Bundesobmann der AktionsGemeinschaft Dominik Ramusch, der weiter ausführt: "Besonders freuen wir uns darüber, dass mit dem kapazitätsorientierten Zugangsmanagement bei Massenfächern eine Langzeitforderung der AG den Weg in das Gesetz geschafft hat. Dennoch werden wir genau beobachten, ob die dadurch eingesparten Mittel auch tatsächlich in den Bereich der Lehre fließen und dort, wie angekündigt für Verbesserungen, beispielsweise in den Betreuungsverhältnissen aufgewendet werden, nicht aber zusätzliches Wasser auf den bereits überlaufenden Mühlen des Verwaltungsapparates darstellen."
Wenn der Wissenschaftsminister seine angekündigten Vorhaben umsetzt, endlich mehr Qualität in puncto Betreuung für Studierende in den Fächern Rechtswissenschaften, Lehramt und Fremdsprachen zu schaffen, dann kann er mit der vollen Unterstützung der AktionsGemeinschaft rechnen. Die Kritik, die von Seite der ÖH-Exekutive kommt, kann Ramusch nicht nachvollziehen, weil dieselben Zugangsregelungen, die für Rechtswissenschaften, Lehramt und Fremdsprachen eingeführt werden, in praktisch allen anderen Massenfächern bereits angewandt werden. Demnach werden mit der UG-Novelle de facto nur die gleichen Voraussetzungen und somit mehr Gerechtigkeit unter den verschiedenen Studienrichtungen geschaffen.
"Derzeit schon unter dieselbe Regelung fallen beispielsweise Publizistik und Kommunikationswissenschaften, Pharmazie, Architektur und Städteplanung, Informatik, Biologie, Biochemie und einige mehr. Hier den Teufel an die Wand zu malen halte ich weniger für sachliche Kritik, sondern mehr für parteipolitisches Hick-Hack", stellt der AG-Bundesobmann abschließend klar.
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Viktor Niedermayr
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