- 28.02.2018, 13:11:38
- /
- OTS0186
Neugestaltung des Schiele Museums Tulln
LH Mikl-Leitner: „Egon Schiele ist ein Künstler von Weltruf“
Utl.: LH Mikl-Leitner: „Egon Schiele ist ein Künstler von Weltruf“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - „Egon Schiele ist ein Künstler von Weltruf,
der die Menschen am ganzen Globus begeistert“, sagte Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner am heutigen Mittwoch in Tulln, wo sie gemeinsam
mit dem Tullner Bürgermeister Peter Eisenschenk, Kurator Christian
Bauer und Gestalterin Isabelle Blanc die Neugestaltung des Schiele
Museums Tulln präsentierte.
Egon Schiele habe viele seiner Werke in Tulln geschaffen und eine
hohe Affinität zu der Stadt und der Landschaft gezeigt, fuhr die
Landeshauptfrau fort und betonte: „Niederösterreich und Schiele, das
ist eine echte Liebesgeschichte. Hier ist er geboren und
aufgewachsen, hier hat er ein Drittel seines Lebens verbracht, ehe er
1918 viel zu früh gestorben ist.“
Der 100. Todestag (am 31. Oktober) ist auch der Anlass, das Museum
neu zu gestalten und zu positionieren, wobei das Leben und die
Biographie im Mittelpunkt stehen sollen. „Hier wollen wir dazu
einladen, eine Entdeckungsreise durch seine verschiedenen
Lebensphasen anzutreten. Hier wollen wir darauf aufmerksam machen,
dass dieser Weltkünstler in Niederösterreich seinen Ausgangspunkt
hat. Auch heute bekennen sich viele namhafte Künstler wie
beispielsweise Erwin Wurm zu Niederösterreich und leben hier, das
unterstreicht die Weltoffenheit in unserem Land“, hob Mikl-Leitner
hervor.
Das Schiele-Jahr will man sich nun zunutze machen, um das Schiele
Museum Tulln weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt zu
machen. „Wir erwarten uns einen Mehrwert für Kunst- und
Kulturinteressierte und einen Mehrwert für den Tourismus und die
Stadt Tulln“, so die Landeshauptfrau.
Eisenschenk wies darauf hin, dass neben dem Museum auch Schieles
Geburtshaus im Tullner Bahnhof im Zuge von dessen Umbau neu gestaltet
werde. Von hier aus führe zudem ein Egon Schiele Weg entlang
zahlreicher Stationen in das Zentrum der Stadt. Mit der heuer
stattfindenden „Green Art“, mit der sich Tulln einmal mehr als die
Gartenstadt präsentieren möchte, werde es eine Symbiose zwischen den
Themen Garten und Egon Schiele geben.
„Niederösterreichische Landschaften sind dank Egon Schiele in Boston
oder New York zu sehen. Wer sich aber mit der Person des Künstlers
beschäftigen will, muss nach Niederösterreich, am besten nach Tulln,
kommen. Hier hat der Künstler elf Jahre, die ersten, prägendsten,
verbracht“, meinte Christian Bauer, der überdies ankündigte, dass in
Tulln neben dem Leben Egon Schieles auch dessen Werk nicht zu kurz
kommen werde. Der erste Schwerpunkt werde sich Egon Schieles Onkel
und Vormund Leopold Czihaczek widmen.
Blanc konkretisierte, dass jeder Besucher der zweisprachigen
Ausstellung per Kopfhörer für sich die Lebenswelten Schieles erkunden
könne. An der Spitze renommierter Forscher, die mit ihrer
persönlichen Sicht auf Schiele zu Wort kämen, werde die Grande Dame
der Schiele-Forschung, Alessandra Comini, stehen. An insgesamt sechs
Stationen werde es jeweils siebenminütige Präsentationen aus dem
Leben des Künstlers geben, dabei sollen Visualisierungen sein
Klassenzimmer etc. zu neuem Leben erwecken.
Das Schiele Museum Tulln hat im Vorjahr über 5.500 Besucher
verzeichnet. Die Umbaumaßnahmen wie ein Treppenschrägaufzug und
weitere Maßnahmen zur Barrierefreiheit, die Erneuerung der
Installationen und des Shopbereichs, eine neue Fassadengestaltung und
ein Kinderspielplatz mit historischen Spielgeräten aus der Zeit Egon
Schieles werden im Innenbereich von der NÖ Museum Betriebs GmbH als
Betreiber des Museums mit rund 150.000 Euro bzw. im Außenbereich mit
180.000 Euro von der Stadt Tulln als Eigentümerin des Hauses
getragen. Die Neueröffnung ist für 7. April vorgesehen.
Nähere Informationen: Schiele Museum Tulln unter 02272/645 70, e-mail
[email protected] und www.schielemuseum.at.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






