Berg Karabach - 30 Jahre ohne Lösung

Das Massaker in Sumgait und seine Folgen

Wien (OTS) - „Sumgait 26. – 28 Februar 1988. Der Name dieser Stadt steht für ein Pogrom, das Aserbeidschaner gegenüber der dortigen armenischen Bevölkerung zu verantworten haben. Dieses Faktum wurde mehrmals vom Europäischen Parlament bestätigt und seine Anerkennung eingemahnt“, so der Botschafter der Republik Armenien in Österreich und ständiger Vertreter bei der OSCE Dr. Arman Kirakossian.

„Vor dreißig Jahren bekam so auch der Konflikt um die autonome Region Berg Karabach eine andere, tragische Dimension. Unter den neu geschaffenen Chancen von Glasnost und Perestrojka in den späten 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ging es der mehrheitlich armenischen Bevölkerung in Artsakh (Nagorny Karabach), eines jahrtausendealten christlichen Kulturlandes, vor allem um kulturpolitische und sozialpolitische Perspektiven.

Die Reaktion sowjetischen Aserbeidschan rund um die Ereignisse in Sumgait war ein tragischer Schwenk von einer möglichen Politik auf europäischem Niveau des Konsenses in die Richtung eines sinnlos angeheizten Chauvenismus zum Schaden aller Ethnien in dieser chancenreichen Region des Sudkaukasus. Die Schuld für die seinerzeitige Eskalation ist der damaligen Regierung in Baku zu zuschreiben. Den friedlichen Demonstration der armenischen Bevölkerung standen gewaltsame Ausschreitungen und Massaker seitens der Aseris gegenüber: In Kjantcha (Kirovabad), Baku und den anderen von Armeniern bewohnten Städten. Nach weitreichenden bewaffneten Auseinandersetzungen, die 1994 zu einer Befreiung und Befriedung in der Karabach-Region führten, wurde eine trilaterale Waffenstillstandsvereinbarung zwischen Armenien - Nagorny-Karabach und Aserbeidschan unterzeichnet.  

Bis heute sind die Nachfolgeregierungen Aserbeidschans, auch in der zivilisierten Atmosphäre des Minsker Prozesses, nicht in der Lage, ihre Ansichten zu revidieren und den Menschen in der Region eine Zukunft ohne Hass zu ermöglichen. All das vor dem Hintergrund eines seit 30 Jahren schwelenden bewaffneten Konfliktes, der zehntausende Opfer gefordert hat und fordert“, so Botschafter Dr. Kirakossian in seiner Erklärung zum Gedenken an die Opfer von Sumgait.

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