- 22.02.2018, 14:59:38
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Wallner: "Qualität der Postdienstleistung jetzt zügig wieder verbessern"
Landeshauptmann und Landesstatthalter Rüdisser ließen sich von Post-Generaldirektor Pölzl über die Fortschritte bei der Behebung von internen Missständen informieren
Utl.: Landeshauptmann und Landesstatthalter Rüdisser ließen sich von
Post-Generaldirektor Pölzl über die Fortschritte bei der
Behebung von internen Missständen informieren =
Bregenz (OTS) - (VLK) – "Wir haben deponiert, dass eine zuverlässige
Postdienstleistung für die Bevölkerung und die heimische Wirtschaft
extrem wichtig ist. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Probleme
lokalisiert sind und aktuell intensiv bearbeitet werden". Das sagte
Landeshauptmann Markus Wallner am Donnerstag (22. Februar) nach dem
Gespräch mit Georg Pölzl, dem Vorstandsvorsitzenden und
Generaldirektor der Österreichischen Post AG. Wallner hatte beim
Treffen auch deutlich gemacht, dass er sich rasche Nachfolgelösungen
erwarte für die sieben Postpartnerschaften, die mit Ende Juni dieses
Jahres im Raum Walgau vertraglich auslaufen.
Die Besprechung, an der auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser
teilgenommen hat, sei "offen und vernünftig verlaufen", betonte der
Landeshauptmann bei der anschließenden Presseinformation. Im Gespräch
habe er die Bedeutung von zuverlässigen Postdienstleistungen für
Vorarlberg herausgestrichen und klargemacht, was sich das Land von
Seiten der Post erwarte. Zuvor hatte es insbesondere in der zweiten
Jahreshälfte 2017 immer wieder Anlass für Beschwerden gegeben. Vor
allem die Zustellbereiche Koblach, Bludenz und Bregenz waren
betroffen.
Neue Postpartnerschaften
Gesprochen worden sei auch über die Personalsituation und das
Entlohnungssystem, informierte Wallner. Bei der Suche und
Rekrutierung von geeignetem Personal hat Landesstatthalter Rüdisser
die Hilfe des Landes angeboten, indem mit den betreffenden
Bezirksstellen des Arbeitsmarktservice Kontakt aufgenommen werden
soll. Thematisiert wurden vom Landeshauptmann auch die sieben
Postpartnerschaften im Raum Walgau, die nur noch bis Ende Juni vom
Sozialdienstleister aqua mühle betrieben werden. "Hier braucht es
rasch Nachfolgeverträge. Gespräche mit Interessenten sind bereits
angelaufen", sagte Wallner.
"Entschuldige mich"
Auch Post-Generaldirektor Pölzl sprach von einem "sehr guten und
verständnisvollen Gespräch". Bei der Presseinformation nach dem
Gespräch mit Wallner und Rüdisser entschuldigte er sich gleich
eingangs bei allen Postkundinnen und -kunden, die von den
Unannehmlichkeiten betroffen waren. Die Beschwerden insbesondere in
der zweiten Jahreshälfte 2017 führte er auf die prekäre
Personalsituation ebenso zurück wie auf Fehlverhalten in der
regionalen Führung. Nach Erhebung der Lage seien unverzüglich
Sofortmaßnahmen eingeleitet worden. So sind etwa 20 Stellen mit
Mitarbeitenden aus anderen Bundesländern besetzt worden. Zum Einsatz
kommen zudem Leiharbeitskräfte. Ebenso wurden Änderungen in der
Führungsorganisation vorgenommen. Die Maßnahmen greifen, so Pölzl:
"Bei den Beschwerden gibt es bereits eine deutliche Reduktion". Daran
zeige sich, dass schon einige Verbesserungen erreicht werden konnten.
Die Feinjustierung werde sich allerdings noch bis in den Sommer
hineinziehen, erklärte der Post-Generaldirektor.
Zur Person
Georg Pölzl, geboren 1957, studierte und promovierte an der
Montanuniversität Leoben. Seine berufliche Laufbahn startete er als
Unternehmensberater bei McKinsey & Co. Danach wechselte er in den
Vorstand des Maschinen- und Anlagenbauers Binder & Co AG. Insgesamt
neun Jahre lang leitete Pölzl anschließend T-Mobile Austria in Wien.
Im Anschluss wechselte Pölzl nach Deutschland, wo er als
Sonderbeauftragter des Vorstandes der Deutschen Telekom die Umsetzung
des Restrukturierungsprogramms mitverantwortet hat. Anschließend war
er als Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland tätig.
Seit 1. Oktober 2009 ist Georg Pölzl Vorstandsvorsitzender und
Generaldirektor der Österreichischen Post AG.
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