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"Erlebnis Österreich": "VON DEN WILDEN DIRNDLN – DAS PIELACHTAL IN NIEDERÖSTERREICH"
Sendetermin: Sonntag, 25. Februar 2018, 16.30 Uhr ORF 2
Utl.: Sendetermin: Sonntag, 25. Februar 2018, 16.30 Uhr ORF 2 =
St. Pölten (OTS) -
Sie gelten als wild, urwüchsig und knorrig, lieben die Wärme und
sind nur gut, wenn sie gefallen sind: Die Dirndln aus dem Pielachtal
im niederösterreichischen Mostviertel.
Dabei handelt es sich um gut 8.000 Stauden, Sträucher und Bäume,
die bis zu acht Meter hoch werden. Im deutschen Sprachraum sind sie
vor allem unter dem Namen Kornelkirsche bekannt. Das Holz des Stammes
ist so hart und schwer, dass es im Wasser nicht schwimmt, sondern
sinkt. Die Dirndl-Früchte selbst weisen einen hohen Vitamin C-Gehalt
auf und wurden, wie auch Rinde und Blätter, schon im 12. Jahrhundert
von Hildegard von Bingen als Heilmittel gewürdigt.
Ein "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio
Niederösterreich (Gestaltung: Marietheres van Veen, Kamera: Helmut
Muttenthaler, Andi Kotzmann) zeichnet das Porträt dieser besonderen
Wildfrucht, die vor allem in südlichen, wärmeren Ländern Europas
verbreitet ist, und erzählt ihre niederösterreichische Geschichte:
Obwohl auch hier seit Jahrhunderten beheimatet und fester
Bestandteil des Landschaftsbildes, wurden die Dirndl erst vor zwei
Jahrzehnten "neu" entdeckt und zu einem Hauptpfeiler und Werbeträger
des Tourismus. So nennt sich das Pielachtal inzwischen auch
"Dirndltal" und hat sich von Frankenfels über Kirchberg an der
Pielach und Rabenstein bis nach Hofstetten-Grünau und Obergrafendorf
als "Genussregion Pielachtaler Dirndl" ganz dieser Frucht und ihrer
Vermarktung verschrieben.
Vom lokalen Dirndl-Eis spannt sich der Bogen über Marmeladen und
Sirup, Limonade, Likör, Obstbrand oder sauer eingelegte Früchte bis
zum Dirndl-Kirtag und dem Dirndlkern-Schmuck für die Festtagstracht.
Schon Ende Februar tauchen die Dirndlstauden das Tal in eine
zartgelbe Blütenpracht. Aber erst wenn die Dirndln ab August auf den
Stauden dunkel- bis schwarzrot leuchten, beginnt die Ernte: Denn dann
erst sind sie voll gereift, süß und weich. Die Einheimischen wissen:
Nur die gefallenen Dirndln sind die wirklich guten - wenn sie nämlich
in jenen Netzen liegen, die tausendfach unter Stauden und Bäume
gespannt worden sind.
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