- 21.02.2018, 10:19:11
- /
- OTS0057
Evaluierung der Wiener Gratis-Nachhilfe „Förderung 2.0“: SchülerInnen profitieren
Zielgruppen in allen Schulformen erreicht
Utl.: Zielgruppen in allen Schulformen erreicht =
Wien (OTS) - Im Schuljahr 2014/15 hat die Stadt Wien ihr
Gratis-Nachhilfeprogramm „Förderung 2.0“ in die Tat umgesetzt:
Gestartet wurde an Volksschulen, nach einem Semester wurde das
Programm – in Kooperation mit den Volkshochschulen - auch auf neue
Mittelschulen und AHS-Unterstufen ausgeweitet. Eine neue, umfassende
Evaluierung des Programms belegt nun die positiven Effekte für Wiens
SchülerInnen.
„Unser Ziel war es von Anfang an, vor allem SchülerInnen mit
Lernschwierigkeiten zu fördern, die von ihren Eltern wenig oder keine
Unterstützung bekommen und die aus finanziellen Gründen auch keine
Nachhilfe in Anspruch nehmen“, betont Bildungsstadtrat Jürgen
Czernohorszky. „Die Evaluierung zeigt, dass uns das an den
unterschiedlichen Schulformen auch gut gelungen ist!“
Wesentliche Ergebnisse der Evaluierung
Für die Evaluierung der „Förderung 2.0“ in der Volksschule wurden
über 900 Eltern, Lehrkräfte und DirektorInnen befragt und interviewt,
in der Mittelstufe (NMS, AHS-Unterstufe) insgesamt über 2.000
SchülerInnen, Eltern, LernbetreuerInnen und Lehrkräfte und
DirektorInnen sowie Verantwortliche der Schulverwaltung.
Aus Sicht der Eltern von VolksschülerInnen drückt sich der Nutzen
der „Förderung 2.0“ vor allem darin aus, dass ihrem Kind „das Lernen
mehr Spaß macht“, dass es sich „selbst mehr zutraut“, dass „das
Lernen leichter fällt“, dass das Kind „bessere Noten hat“ und das
Kind „zu Hause weniger lernen muss“.
Auch aus Sicht der Lehrkräfte und SchulleiterInnen in der
Volksschule profitieren die SchülerInnen: Sie heben hervor, dass die
Maßnahme vor allem „jene Kinder erreicht, die zu Hause nicht
ausreichend unterstützt werden können“. Weiters wird auch die „Arbeit
in der Kleingruppe“ als ein positiver Faktor gewertet, der es
erlaubt, dass auf Lernschwierigkeiten individuell eingegangen werden
kann. Insgesamt wird damit auch jene Förderung ermöglicht, die in der
(Halbtags-)Schule schwerer umzusetzen ist (wie z.B. Üben, Wiederholen
und Hausaufgaben-Betreuung).
Auch bei den LehrerInnen der Neuen Mittelschulen und der AHS
überwiegen die positiven Wahrnehmungen: Dabei wird zum Beispiel die
„Vertiefung der Basiskenntnisse“ der SchülerInnen aufgrund der
Lernhilfe als sehr positiv erlebt. Zudem nimmt nach Einschätzung der
Lehrkräfte die Notwendigkeit weiterer bezahlter Nachhilfe oder von
Förderunterricht ab. 42 Prozent der Lehrkräfte nehmen auch wahr, dass
die SchülerInnen durch die
Teilnahme an der Lernhilfe bessere Noten erhalten.
Aus Sicht der SchülerInnen von NMS und AHS-Unterstufe wird
hervorgehoben, dass sie „keine andere Nachhilfe brauchen“, „nicht
alleine lernen müssen“ und „in Ruhe lernen können“.
„Hier werden also durchaus wichtige soziale Funktionen der
Lernhilfe deutlich: Da nicht alle Kinder zu Hause eine ruhige und
unterstützende Lernumgebung vorfinden, bieten die Angebote der
Förderung 2.0 das richtige Lernumfeld“, ist Bildungsstadtrat Jürgen
Czernohorszky überzeugt.
Weitere Pluspunkte aus Sicht der SchülerInnen: Sie kommen im
Unterricht besser mit und bekommen bessere Noten.
Förderung 2.0 wird fortgesetzt
„Für mich sind diese Ergebnisse ein wichtiges Feedback“, betont
Stadtrat Jürgen Czernohorszky. „Wir werden die Gratis-Nachhilfe nicht
nur weiter führen, sondern auch die Anregungen und Anmerkungen der
Befragten berücksichtigen: Das reicht von der Spezialisierung des
Angebotes an einzelnen Schulstandorten, über eine Flexibilisierung
bei den jeweiligen Kurszeiten bis hin zu individuellen Schwerpunkten
an einzelnen Standorten.“
„Unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund allen Kindern
Unterstützung und zusätzliche Förderung zukommen zu lassen – so
lautet das Erfolgsrezept der Gratis-Nachhilfe ‚Förderung 2.0‘. Mit
der nun vorliegenden Evaluierung haben wir die optimale Möglichkeit,
dieses Förderprogramm noch punktgenauer auf die Bedürfnisse der
Schulen abzustimmen“, betont Wiens Amtsführender
Stadtschulratspräsident Heinrich Himmer.
„Mit der Förderung 2.0 hat die Stadt Wien einen Meilenstein für
Chancengleichheit im Bildungsbereich gesetzt. Da der Großteil der
Kinder in den Lernhilfekursen aus Familien kommt, die sich bisher
keine Nachhilfe leisten konnten, ist Schulerfolg jetzt keine
Einkommensfrage mehr“, betont VHS-Geschäftsführer Herbert Schweiger.
Über 90.000 TeilnehmerInnen
In den letzten drei Jahren (2015 bis 2017) haben über 40.000
SchülerInnen in der Volksschule und rund 50.600 SchülerInnen in NMS
und AHS Unterstufe die „Förderung 2.0“ in Anspruch genommen.
Die Lernhilfe findet in den Volksschulen direkt an den jeweiligen
Standorten statt und wird von LehrerInnen durchgeführt. Pro Schuljahr
werden rund 2.500 Kurse angeboten, inhaltliche Schwerpunkte sind
Deutsch, Mathematik, Hausaufgabenbetreuung, Deutsch als Fremdsprache,
aber auch Angebote im Bereich Legasthenie, Motopädagogik, forschendes
oder kreatives Lernen.
Für den Bereich der NMS und AHS übernehmen die Volkshochschulen
als Partner der Stadt die Organisation der Lernhilfe-Kurse in ganz
Wien. Pro Schuljahr werden ca. 2.400 Kurse (1.200 im Semester) an 140
Standorten angeboten. Inhaltliche Schwerpunkte sind Deutsch,
Mathematik und Englisch. Darüber hinaus gibt es mit den
VHS-Lernstationen ein niederschwelliges Angebot an den
Volkshochschulen, das ohne Voranmeldung besucht werden kann. 2015 bis
2017 gab es bei den Lernstationen über 92.000 SchülerInnen-Kontakte.
Die Stadt Wien investiert in die Maßnahmen der Gratis-Nachhilfe
„Förderung 2.0“ pro Jahr rund 20 Mio. Euro.
Pressebilder zu dieser Aussendung sind in Kürze unter
www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar. (Schluss)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK






