GRAS ad Regierung: Burschenschafter raus aus den Uniräten!

ÖVP als Steigbügelhalter für Rechtsextreme

Wien (OTS) - Erneut traten gestern (Dienstag) die engen Verwicklungen der FPÖ zum organisierten Rechtsextremismus zutage: In einem weiteren Liederbuch der Burschenschaft Bruna Sudetia zeigt sich die menschenverachtende Ideologie der FPÖ. Vorsitzender ist Herwig Götschober, der Social-Media-Beauftragte von Infrastruktur-Minister Norbert Hofer und Bezirksrat im 2. Wiener Gemeindebezirk. "Die FPÖ hat gezeigt, wo sie steht und wie ernst sie ihre Absage an den Antisemitismus nimmt. Nun müssen den Worten Taten folgen.", sagt Lena Nanut, Aktivistin* der Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS). "Die GRAS fordert den Rücktritt von Herwig Götschober als Bezirksrat und seine Abberufung als Mitarbeiter von Norbert Hofer."

"Burschenschafter ausgerechnet jetzt auch noch in staatstragende Positionen wie in Ministerien und Universitätsräte zu hieven, ist die falsche Botschaft", unterstreicht Lena Nanut. Am gestrigen Dienstag wurde bekannt, dass mit Alois Gruber, Mitglied der "Arminia Czernowitz zu Linz", Unirat an der Karl-Franzens-Universität Graz wird. Die Burschenschaft gilt als deutsch-völkisch, Gruber publizierte in der vom DÖW als rechtsextrem eingestuften Zeitschrift "Aula".  An der Technischen Universität Graz soll Reinhard Kienberger für den Universitätsrat nominiert werden, gegen dessen Berufung an die TU Berlin es 2013 massive Proteste von Studierenden gab. Er ist Mitglied der "Oberösterreicher Germanen in Wien" und bezeichnet sich selbst als "deutschnational".  Mit Reinald Riedl, stellvertretender Vorsitzender der "Libertas Wien", Bernd Stöckl von der "Akademischen Landsmannschaft Tyrol" und Christof Sommitsch von den "Corps Schacht" kommen Personen mit eindeutigem Hintergrund auch an die Universität Wien, die Universität Klagenfurt und an die Technische Universität Wien. 

Während Bundeskanzler Sebastian Kurz heute auf der Konferenz "An End to Antisemitism" der Universität Wien sprechen soll, zeigt er sich außerstande, Rechtsextremen eine Absage zu erteilen. Sein Koalitionspartner stellt indessen wiederholt seine engen Verbindungen zum rechtsextremen und antisemitischen Milieu und deren Tragweite unter Beweis. "Bundeskanzler Kurz kann versuchen sich die FPÖ schönzureden. Sie bleibt aber eine antisemitische und rechtsextreme Partei, die von Burschenschaftern getragen wird. Dagegen gilt es Widerstand zu leisten", so Lena Nanut abschließend. 

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