Astrid Rompolt (SPÖ) zu Burschenschafter Götschober: Improvisationstalent ist bei NS-Liedern unglaubwürdig

FPÖ-Funktionär Götschober muss die Verantwortung für seine Verbindung übernehmen und als Bezirksrat zurücktreten

Wien (OTS/SPW-K) - „Es ist bemerkenswert, dass prominente Burschenschafter keinerlei Kenntnis davon haben, welche Liederbücher in ihren Verbindungen kursieren“, kommentiert die Leopoldstädter stellvertretende-Bezirksvorsteherin (SPÖ), Astrid Rompolt, einen entsprechenden Bericht der Wochenzeitung Falter. Demnach bedient sich auch die Burschenschaft „Bruna Sudetia“ eines Buchs mit antisemitischen Texten. Deren Vorsitzender, Herwig Götschober, ist FPÖ-Bezirksrat im zweiten Wiener Gemeindebezirk und seit fünf Jahren Vorsitzender der Burschenschaft.

„Offenbar wird an den unzähligen Liederabenden der Burschenschaften nur improvisiert. Anders ist es nicht zu erklären, dass selbst deren Vorsitzende nichts von den ungeheuerlichen Texten in ihren Liederbüchern gewusst haben wollen“, so Rompolt weiter. „Das würde auch erklären, warum sie so schnell Ausreden parat haben. Aber wie schon beim Fall Udo Landbauer ist auch jetzt jeder Versuch, sich von diesem abscheulichen Liedgut zu distanzieren, absolut unglaubwürdig. Die Konsequenz versteht sich von selbst: Herwig Götschober muss alle Funktionen in unserem Bezirk niederlegen, ohne Wenn und Aber. Auch die Position im Kabinett des Infrastrukturministers ist zu hinterfragen.“

Klubobmann Christoph Zich schließt sich den Ausführungen an und fordert sofortige Konsequenzen: „Die FPÖ braucht gar keine Historikerkommission für ihre 'braunen Flecken'. Bevor sie ihre Vergangenheit aufarbeitet, sollte sie sich um ihre Gegenwart kümmern.“

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