Kindergesundheit: Jetzt handeln! Wer früh hilft, hilft doppelt.

Diakonie weist auf Ausbau von „Frühen Hilfen“ für Gesundheit und Zukunftschancen benachteiligter Kinder hin

Wien (OTS) - „Die ersten Jahre sind besonders wichtig für die Entwicklung des Kindes“, weist die Diakonie auf die Bedeutung „Früher Hilfen“ für die Kindergesundheit hin. „Ziel dabei ist es, Eltern so früh wie möglich umfassend bei der Aufgabe zu unterstützen, ihre Kinder gut und verlässlich zu versorgen, und eine sichere wie liebevolle Bindung zu ihnen aufzubauen“, so Diakonie-Sozialexperte Martin Schenk.
„Eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind legt den Grundstein für ein gutes Aufwachsen“, so Schenk, selbst Psychologe. „Der Mensch wird am Du zum Ich. Wir brauchen – gerade am Anfang - den anderen, um zu uns selbst zu kommen.“ Die Betreuung rund um die Geburt und die ersten Jahre müssen weiter ausgebaut werden, besonders für Familien mit weniger Einkommen ist eine gute Begleitung oft nicht leistbar.

„Zukunftsgeld“

Investitionen in dieser frühen Phase des Kindes zahlen sich aus. Für das Kind, für die Mutter und den Vater. Und auch insgesamt für die Gesellschaft. Investitionen im frühkindlichen Bereich haben den höchsten pay off, das höchste return on investment. Nie wieder wird man Zukunftsgeld so sinnvoll einsetzen können wie zu diesem Zeitpunkt. Ein investierter Dollar entspricht einer Rendite von 8 Dollar, bei benachteiligten Kindern beträgt sie sogar 16 Dollar, also eine Hebelwirkung, ein Multiplikatoreffekt von 1 zu 16 (so Nobelpreisträger James Heckmann).

Neugier und Weltzugewandtheit

Schenk weist darauf hin, dass es hier „nicht um kognitive Wissensförderung geht, sondern um „das Wachhalten des Interesses an der Welt“. Der Unterschied bei den Kindern war „die Neugier, die Weltzugewandtheit, die Offenheit für Neues“. Frühe Hilfen “fördern die Sicherheit, die Welt nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung erfahren zu können“. Damit das Konzept der frühen Hilfen wirkt, sind die Eltern einzubeziehen und die Fördermaßnahmen durch hochqualifiziertes Personal durchzuführen.

Therapie hilft Kindern zu Selbständigkeit

Die Angebote des Diakoniewerks im Therapiezentrum Pinzgau (Salzburg) sind speziell für Kinder mit angeborener oder früh erworbener Behinderung oder Beeinträchtigung sowie Entwicklungsverzögerung abgestimmt. Die Logopädie bietet gezielte Beratung, Betreuung und Unterstützung bei Sprach-, Sprech- und Hörstörungen, Schluck- und Stimmproblemen. Sie umfasst die Unterstützung und Behandlung von Vitalfunktionen wie Atmen, Saugen und Schlucken sowie die Therapie von Kommunikationsauffälligkeiten jeglicher Art. Die Physiotherapie fördert die Funktion des Bewegungsapparates. Ziel ist, den Kindern eine individuelle Bewegungs- und Schmerzfreiheit, Selbständigkeit bzw. Lebensqualität zu ermöglichen. Sie beinhaltet auch die Beratung und Anleitung der Eltern bzw. anderer Bezugspersonen. In der Ergotherapie wird mit Klettern und mit Pferden die Entwicklung der Kinder gefördert.

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Gut begleitet von Anfang an – Frühe Hilfen

Die Geburt eines Kindes ist für frischgebackenen Eltern nicht nur ein berührendes Erlebnis, sondern kann in manchen Fällen zur Belastung werden. Um mögliche psychische Erkrankungen der Kinder frühzeitig abzufedern, zu vermindern und die Mutter-Kind-Bindung zu stärken, bietet das Diakonie Zentrum Spattstraße im Auftrag der OÖGKK und des Landes OÖ Unterstützungsleistungen im Rahmen von Frühe-Hilfen-Netzwerken an.

„Gut begleitet von Anfang an!“ ist speziell für Schwangere, Eltern und Familien in besonderen Lebenssituationen da:  - Unsicherheiten im Umgang mit dem Kind oder Überforderung, - Psychosoziale Belastungen wie fehlendes soziales Netz, existenzielle Sorgen etc  - Psychische Erkrankungen wie Ängste oder Depressionen - Kinder mit Entwicklungsrisiken  - Sehr frühe oder sehr späte Schwangerschaft  - Beziehungskonflikte und Gewalterfahrungen 

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BILD: Ein kostenfreies Bild für Ihre Berichterstattung ist hier zum Download. 

Bildtext: Beim Mum&Baby Treff haben Mütter die Möglichkeit, die Fragen zu stellen, die ihnen unter den Nägeln brennen

Copyright: Diakonie Zentrum Spattstraße/Herbert Schimbäck

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Diakonie Österreich
Roberta Rastl
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
+43(0)664 314 93 95
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