40. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie in Wien: Grenzen der evidenzbasierten Medizin

In der Zeit von 21. bis 24. Februar tagen Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu Themen der Lungengesundheit bei Kindern

Wien (OTS) - Vom 21.bis 24. Februar findet an der Universität Wien die 40. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie statt. Experten* aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden daran teilnehmen und gemeinsam mit internationalen Experten aktuelle Themen der Kinderlungengesundheit – von der Prävention bis zu neuesten Therapieformen bei seltenen angeborenen Lungenerkrankungen – erörtern.

Rund 700 Teilnehmer werden erwartet, um die Themenschwerpunkte Asthma, Cystische Fibrose, Allergie, seltene Lungenerkrankungen, Infektionserkrankungen wie unter anderem Tuberkulose sowie Lungengesundheitsprävention zu erörtern.

Das Tagungsmotto lautet „Grenzen der evidenzbasierten Medizin“, ein in der Kinder- und Jugendheilkunde sehr brisantes Thema.

Oftmals gibt es noch nicht ausreichend klinische Studien zu Medikamenten, ihren Wirkungen und Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen. Dies betrifft insbesondere Kinder mit seltenen oder schweren Erkrankungen, aber auch bei schwerem Asthma bronchiale; hier fehlen Studien bei Kindern. Klinische Studien bei Kindern sind oft schwierig durchzuführen, nicht nur weil mögliche Teilnehmer und deren Eltern oder Betreuer zögern, an klinischen Studien teilzunehmen. Die Durchführung ist gleichermaßen teuer wie aufwändig. Daher werden möglicherweise wirksame Medikamente Kindern und Jugendlichen vorenthalten oder können nur „off label“, also jenseits einer gültigen Zulassung, verwendet werden. Erschwerend kommt hinzu, dass immer spezialisiertere Wirkstoffe, personalisierte Medikamente, zunehmend eingesetzt werden, wo es umso schwieriger ist, Studien durchzuführen, da kein Patient dem anderen gleicht und eine Vorhersage der Wirksamkeit im Einzelfall unter Umständen nicht möglich ist.

Allergien und neue Therapiemöglichkeiten, insbesondere bei schwerem Asthma bronchiale im Kindesalter, und Möglichkeiten der Immuntherapie werden in mehreren prominenten Sitzungen vorgestellt.

Highlight des Kongresses wird ein Vortrag von Professor Jonathan Grigg aus London sein, der Vorsitzender der Pädiatrischen Assembly der Europäischen Lungengesellschaft ist. Er wird in seinem Vortrag zu inhalativen Noxen und Kinderlungengesundheit speziell auf die zahlreichen Schäden durch Passivrauchen und Feinstaubbelastung durch Kraftfahrzeuge, insbesondere mit Dieseltreibstoff, eingehen.

Lungennoxen, Klimawandel, Dieselskandal sowie die Auswirkungen von Verkehrsemissionen auf die kindlichen Atemwege sollen in mehreren Symposien und Sitzungen wissenschaftlich beleuchtet werden.

Weitere Themen: Tuberkulose und eine mögliche langsame Zunahme der Erkrankung im Rahmen der Migrationsbewegungen sowie die eindeutigen Empfehlungen der Experten aus den drei deutschsprachigen Ländern zum verpflichtenden Screening bei Migranten.

Ein weiterer Tagungsschwerpunkt werden die Cystische Fibrose und neue Therapieoptionen bei dieser schweren, lebensverkürzenden angeborenen Systemerkrankung mit besonders häufiger Beteiligung der Atemwege sein. Hier gibt es nun Hoffnung, dass auch bei der häufigsten Form dieser vererbten Erkrankung neue Medikamente deutliche Verbesserungen bringen können.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf eine gendergerechte Schreibweise verzichtet. Sofern nicht anders vermerkt, gelten alle Bezeichnungen sowohl für Frauen als auch für Männer.

40. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie

21. bis 24. Februar 2018, Universität Wien (Hauptgebäude)
Universitätsring 1, A-1010 Wien

Infos zum Tagungsprogramm 

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Tagungsleitung:
OÄ Priv.-Doz.in Dr.in Angela Zacharasiewicz und
Prim. Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Frischer
Tel.: 01/ 49 150 – 28 15

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