Cox sieht Verschärfungen für SchulschwänzerInnen kritisch

Betroffene SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen sollen sich an der Diskussion beteiligen

Wien (OTS) - Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher die Schule schwänzt, kann das viele Ursachen haben. Das reicht von „verschlafen“ über einen zu hohen Leistungsdruck bis hin zu Depressionen, familiären Problemen oder Mobbing. Kontrolle und Disziplinarmaßnahmen können nur im ersteren Bereich Erfolg zeigen. Die Bildungssprecherin der Liste Pilz, Stephanie Cox, sagt zum gestern im Nationalrat eingelangten Ministerialentwurf von Minister Faßmann: „Wenn es sich um regelmäßige Schulverweigerung aufgrund tieferliegender Probleme handelt, dann werden Sanktionen und Strafen die Situation nicht verbessern. Ganz im Gegenteil, sie werden zu noch mehr familiären Problemen und Druck auf die Kinder führen.“ Langfristig sieht Cox die Lösung nur darin, präventive Maßnahmen zu setzen und nicht die Eltern finanziell zu strafen.  

Trotz der Bedenken an der eingeschlagenen Richtung von Bildungsminister Faßmann, fügt Cox hinzu: „Die 2013 beschlossene Vorgehensweise gegen Schulschwänzen mit dem 5-Stufen-Plan war für Lehrer und Lehrerinnen schwer durchführbar. Daher begrüße ich es, dass nun Entlastungen geplant sind. Damit können die LehrerInnen schneller eingreifen.“  

Cox hebt hervor, wie wichtig es ist, dass sich betroffene SchülerInnen, LehrerInnen, die Schulverwaltung, Eltern und Organisationen an der Diskussion beteiligen und auch gehört werden. Sie fordert diese auf, ihre Expertise in Form einer Stellungnahme einzubringen. Sie sind noch bis zum 15. März unter folgendem Link möglich: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/ME/ME_00007

Oder per Mail an begutachtung@parlament.gv.at

 

 

 

 

Rückfragen & Kontakt:

Liste Peter Pilz im Parlament
Eva Kellermann
06648818 1042
eva.kellermann@listepilz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LPP0003