„Ludwig XIV. – Sonnenkönig bis zum Tod“ in „Universum History“

Am 16. Februar um 22.30 Uhr in ORF 2, danach: vom ORF koproduziertes Historiendrama „Angélique – Eine große Liebe in Gefahr“

Wien (OTS) - 72 Jahre herrschte er als „Sonnenkönig“ über Frankreich und war damit einer der am längsten regierenden Monarchen der Geschichte. Als absolutistischem Staatsoberhaupt gebührte Ludwig XIV. uneingeschränkte Macht – die gesamte Hofkultur war auf seine Person zugeschnitten. Sein prunkvolles, beinahe exzentrisches Auftreten wurde zum Symbol für seine herausragende Stellung in Frankreich und ganz Europa. So musste auch sein Tod mit Prunk und Pomp inszeniert werden. „Universum History“ rekonstruiert in der Dokumentation „Ludwig XIV. – Sonnenkönig bis zum Tod“ von Sylvie Faiveley (deutsche Bearbeitung: Caroline Haidacher) am Freitag, dem 16. Februar 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2 die letzten Tage des legendären französischen Königs.

Um 23.20 Uhr folgt das vom ORF koproduzierte Historiendrama „Angélique – Eine große Liebe in Gefahr“. Ariel Zeitoun wagt sich darin erneut an Anne Golons mehrteiligen historischen Erfolgsroman „Angélique“ von 1956, der sich weltweit mehr als 150 Millionen Mal verkauft hat und in den 1960er Jahren auch die Kinokassen klingeln ließ. Mit seiner internationalen und vom ORF koproduzierten Neuverfilmung schuf Zeitoun eine zeitgemäße Adaption und lässt darin Nora Arnezeder als Angélique die Lebens- und Liebesgeschichte der französischen Adligen zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwig XIV. erleben.

Seine Zeitgenossinnen und Zeitgenossen dachten, er sei unsterblich:
Ludwig XIV., der Sonnenkönig, erreichte mit fast 77 Jahren ein für das 18. Jahrhundert geradezu biblisches Alter und überlebte damit sogar seine eigenen Thronfolger. Im Jahr 1715 ereilte ihn schließlich das selbst für einen absoluten Monarchen unausweichliche Schicksal:
der Tod. Ludwig XIV. starb durch Wundbrand. Sein Leibarzt Fagon, im gleichen Alter wie der König, konnte nichts mehr für ihn tun. Also blieb Ludwig nichts anderes übrig, als so zu sterben, wie er gelebt hatte: prachtvoll inszeniert, extravagant, mit Glanz und Gloria. Den Beinamen Sonnenkönig trug er aus gutem Grund: Die Untertanen, der Hof, ganz Europa kreisten um ihn wie die Planeten um die Sonne. Zeit seines Lebens war er das Zentrum der Macht.

Doch der Mensch unter des Königs Kleidern war angeschlagen und kränklich. Aber auch zäh: Pocken, Tripper, Typhus, Masern oder Analfisteln – nichts konnte ihm oder seiner Macht etwas anhaben. Er litt, doch er lebte weiter. Heimlichen Trost fand er bei Madame Maintenon, seiner Frau, die in ihren rührenden Briefen das Leid des Herrschers dokumentierte: „Als die Türen zu und wir allein waren, begann er hemmungslos zu weinen“, notierte sie im Jahr 1712.

Am Anfang des 18. Jahrhunderts, die Aufklärung klopft schon an die Tür, ist Ludwigs irdische Zeit um. Für das rauschende Todesfest hat er Schloss Versailles, sein geliebtes architektonisches Meisterwerk, auserkoren. Stunde für Stunde, Minute für Minute können die Menschen in und um Versailles seinen 23-tägigen Todeskampf mitverfolgen. Nachdem der berühmte Ruf „Der König ist tot! Lang lebe der König!“ über Paris erschallt ist, feiert die Bevölkerung monatelang. Selbst das Begräbnis wird als riesige Theaterbühne in Szene gesetzt. Es ist der letzte Akt eines außergewöhnlichen Lebens, der den Mythos des Sonnenkönigs besiegeln sollte.

Gedreht an imposanten historischen Stätten wie Versailles, Notre-Dame und der Kathedrale von Saint-Denis, vermittelt die Dokumentation „Ludwig XIV. – Sonnenkönig bis zum Tod“ auf eindrucksvolle Art, wie absolutistische Herrscher verehrt, aber auch gehasst wurden. Einzigartige historische Dokumente wie Briefe und Tagebücher von engsten Vertrauten Ludwigs XIV. erlauben tiefen Einblick in Persönlichkeit, Beziehungen und Leiden des Königs. Zahlreiche renommierte Expertinnen und Experten ordnen das Drama rund um den Tod des französischen Herrschers historisch ein und unterziehen es einer fundierten Analyse. Die aufwendig gedrehten Reenactments illustrieren die Berichte über das Leben am Hof von Versailles in der Aufbruchsstimmung des beginnenden 18. Jahrhunderts.

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