Redakteursrat für neue Fehlerkultur im ORF

Arbeitsgruppe wird Leitlinien erarbeiten

Wien (OTS) - Wien (OTS) – Der ORF-Redakteursrat spricht sich für eine Verbesserung des internen Systems von Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement aus. Zwar sind Fehler in der redaktionellen Berichterstattung die Ausnahme und nicht die Regel - aber sie können passieren. Trotz aller Sorgfalt werden Fehler – gerade in Redaktionen, die jeden Tag unter höchstem Zeitdruck produzieren müssen - niemals vollkommen auszuschließen sein. Die Frage ist allerdings: Wie gehen wir als größtes Medienunternehmen des Landes damit um? Bereits jetzt gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich als Betroffener gegen mögliche Fehler in der Berichterstattung zur Wehr zu setzen, etwa über den Beschwerdeausschuss des Publikumsrates oder die unabhängige Medienbehörde KommAustria.

In unserem eigenen Interesse sind aber die schnelle Korrektur, ein transparenter Umgang und der Ausdruck des Bedauerns und falls notwendig eine Entschuldigung für die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks unumgänglich. Denn die Glaubwürdigkeit kann sehr schnell verspielt sein, wenn das Publikum den Eindruck gewinnt, die Informationen seien nicht verlässlich. Selbstkritik ist notwendig – gerade im Journalismus, der kritische Fragen stellen muss. Auch sich selbst gegenüber. Journalistinnen und Journalisten legen an Verantwortungsträger hohe Maßstäbe an – die gelten auch für Redaktionen. 

Wir wollen daher beim nächsten Redakteursausschuss eine Arbeitsgruppe einsetzen, die Leitlinien für den Umgang mit journalistischen Fehlleistungen erarbeitet. „Wir müssen offen und transparent mit unseren eigenen Fehlern umgehen. Das Publikum muss sich weiter darauf verlassen können, wenn im ORF ein Fehler passiert, wird dieser rasch richtig gestellt. Nur so verdienen wir das Vertrauen des Publikums“, so der Vorsitzende des Redakteursrates, Dieter Bornemann. Eine transparente Fehlerkultur sehen wir als Verpflichtung gegenüber unserem Publikum und unserem Berufsstand.  

Der Redakteursrat

Dieter Bornemann, Peter Daser, Margit Schuschou

Rückfragen & Kontakt:

Dieter Bornemann
Vorsitzender des Redakteursrates
Tel.: 01/87878/12 457

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