Sergio Morabito ab 2020 Chefdramaturg an der Wiener Staatsoper

Vielfach preisgekrönter Dramaturg und Regisseur verstärkt ab Herbst 2018 das Vorbereitungsteam von Bogdan Roščić

Wien (OTS) - Der Dramaturg und Regisseur Sergio Morabito, derzeit Chefdramaturg an der Oper Stuttgart, wechselt ab Oktober 2018 in das Vorbereitungsteam der designierten Direktion und wird ab der Spielzeit 2020/21 als Chefdramaturg an der Wiener Staatsoper tätig sein. Das gab der designierte Direktor Bogdan Roščić heute bekannt.

"Sergio Morabito hat den von der Kritik vielfach preisgekrönten künstlerischen Erfolg der Oper Stuttgart entscheidend mitgestaltet. In Stuttgart konnte man in den letzten Jahren besonders viele international hoch beachtete Inszenierungen erleben, oft waren es Arbeiten von Intendant Jossi Wieler und Sergio Morabito als seinem Co-Regisseur. Mahlers Urteil: „Rein musikalische Erfolge sind auf dem Theater gar keine Erfolge“, hat bis heute nichts von seinem Gewicht verloren. Eine Ausnahmestellung auch durch herausragende szenische Leistungen ist selbstverständliches Ziel des Hauses am Ring. In diesem Sinne freue ich mich ganz besonders auf die enge Zusammenarbeit mit Sergio Morabito“, so Roščić.

"Die Liebe zur und die Vision für die Wiener Staatsoper von Bogdan Roščić hat mir bereits bei unserer ersten Kontaktaufnahme außerordentlich imponiert. Es ist mir heute eine Ehre und eine Freude, in dieser einzigartigen Stadt, in der das Herz der Oper schlägt, und in der so viele Herzen für die Oper schlagen, einen neuen Wirkungskreis zu finden, in den ich meine gesamte Dramaturgie-, Regie- und Leitungserfahrung einbringen darf“, sagt Morabito.

Lebenslauf:

Sergio Morabito, geboren 1963 in Frankfurt am Main, ist seit 1993 an der Stuttgarter Oper als Dramaturg und Regisseur tätig, u.a. bei Produktionen von Ruth Berghaus, Martin Kušej oder Hans Neuenfels. Mit Andrea Breth steht er seit der Zusammenarbeit bei ihrem  „Eugen Onegin“ für die Salzburger Festspiele 2007 in engem künstlerischem Austausch (u.a. für ihre Stuttgarter „Jakob Lenz“-Inszenierung, oder zuletzt für „Il Prigioniero“ von Luigi Dallapiccola und „Das Gehege“ von Wolfgang Rihm in Brüssel).

1993 begann auch seine Zusammenarbeit mit Regisseur Jossi Wieler, heute Intendant der Oper Stuttgart. Gemeinsam und meist an der Seite der Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Viehbrock wurden vielfach ausgezeichnete Inszenierungen realisiert, u.a. „La clemenza di Tito“, „L'italiana in Algeri“, „Alcina“, „L'incoronazione di Poppea“, „Siegfried“, „Don Carlos“, „Norma“, „Moses und Aron“, „La Sonnambula“, „Tristan und Isolde“, „Un ballo in maschera“, „Rigoletto“, „Doktor Faust“, „Alceste“, „Fidelio“, „Pique Dame“ oder der Schönberg/Janáček-Doppelabend „Die glückliche Hand“/“Schicksal (Osud)“ und die Uraufführung von Mark Anders „wunderzaichen“. Bei den Salzburger Festspielen waren 2001 ihre Inszenierung von „Ariadne auf Naxos“ und 2008 „Rusalka“ zu sehen. Ihre Inszenierung von „Pelléas et Mélisande“ wurde 2004 zu den Wiener Festwochen eingeladen.

Seit der Spielzeit 2011/12 gehört Sergio Morabito als Chefdramaturg dem Leitungsteam der Oper Stuttgart an, die 2016/17 zum „Opernhaus des Jahres“ gekürt wurde.

Auszeichnungen (Auswahl):

2001: „Ariadne auf Naxos“ Aufführung des Jahres, Wieler/Morabito Regieteam des Jahres in der internationalen Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt.

2005: „Doktor Faust“, produziert für die Opern in San Francisco und Stuttgart, Aufführung des Jahres.

2006: „Alceste“ Aufführung des Jahres.

2007: Inszenierung von „Doktor Faust“ erhält den 1. Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ für die beste Opernregie.

2012: „La Sonnambula“ Aufführung des Jahres, Wieler/Morabito erneut Regieteam des Jahres.

2012: Doppelabend „Die glückliche Hand“/“Schicksal (Osud)“: Deutscher Theaterpreis „Der Faust“ für die beste Regie im Musiktheater.

2013: „Der Schaum der Tage“ erhält International Diaghilev Award.

2014: Niccoló Jommellis „Königin von Armenien“ (Il Vologeso) wird ausgezeichnet als „Ausgrabung des Jahres“.

2016: Oper Stuttgart in der internationalen Kritikerumfrage der Opernwelt zum siebenten Mal seit 1993 zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt.

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