- 06.02.2018, 10:00:35
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ÖAMTC: 315 Millionen Euro mehr an MöSt, NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer im Jahr 2017
Insgesamt rund 13,5 Milliarden Euro aus Steuern, Gebühren und Mauten vom Straßenverkehr
Utl.: Insgesamt rund 13,5 Milliarden Euro aus Steuern, Gebühren und
Mauten vom Straßenverkehr =
Wien (OTS) - Im Jahr 2017 sind die Steuereinnahmen aus der gesamten
Mineralölsteuer (MöSt), Normverbrauchsabgabe (NoVA) und
motorbezogenen Versicherungssteuer auf 7,3 Milliarden Euro gestiegen.
"Laut Finanzministerium flossen aus diesen Steuern gegenüber dem
Vorjahr somit 315 Millionen Euro zusätzlich ins Bundesbudget", so die
Analyse von ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Nikola Junick. Rechnet
man den Einnahmen aus dem Straßenverkehr noch Vignettenerlöse,
Umsatzsteuern, Parkgebühren etc. hinzu, liefert dieser insgesamt etwa
13,5 Milliarden Euro an das Bundesbudget und die ASFINAG ab. Davon
stammen etwa drei Viertel, also rund 10 Milliarden Euro, allein vom
Pkw-Verkehr.
Steigerungsraten bei motorbezogener Versicherungssteuer und
NoVA verdoppelt
Bei den Einnahmen aus der motorbezogenen Versicherungssteuer kam es
von 2016 auf 2017 zu einer Steigerung von 6,2 Prozent, bei der NoVA
sogar von 12,4 Prozent. Damit haben sich die Steigerungsraten
innerhalb eines Jahres verdoppelt. Die Einnahmen aus der MöSt sind
von 2016 auf 2017 um 2,9 Prozent gestiegen. Die ÖAMTC-Expertin hat
Details zu den wichtigsten Kfz-Steuern 2017:
* Motorbezogene Versicherungssteuer (plus 140 Millionen Euro bzw.
plus 6,2 Prozent Einnahmen): "Das Plus gegenüber dem Vorjahr erklärt
sich zum einen durch den Anstieg im Pkw-Bestand um rund 1,6 Prozent.
Zum anderen resultieren die zusätzlichen Einnahmen aus dem
gesteigerten Interesse am mittleren PS-Segment zwischen 82 und 105
PS. Hier gab es nach einem Rückgang im Vorjahr wieder 9 Prozent mehr
Neuzulassungen", weiß ÖAMTC-Expertin Junick.
* NoVA (plus 52 Millionen Euro bzw. plus 12,4 Prozent Einnahmen): Die
deutliche Zunahme bei den NoVA-Einnahmen lässt sich vorrangig auf
die gestiegene Anzahl an Pkw-Neuzulassungen, laut Statistik Austria
rund 7 Prozent mehr, zurückführen.
* MöSt (plus 124 Millionen Euro bzw. plus 2,9 Prozent Einnahmen): Die
MöSt-Einnahmen sind an die in Österreich abgesetzte Kraftstoffmenge
gekoppelt. Laut dem Fachverband der Mineralölindustrie blieb der
Benzinverbrauch, trotz gestiegener Zahl an Benzinfahrzeugen,
unverändert. Der Dieselverbrauch hingegen ist von 2016 auf 2017 um
3,4 Prozent angestiegen – damit wurde der Verbrauchsspitzenwert von
2016 nochmals übertroffen. "Generell sind Diesel-Pkw nur für rund ein
Drittel des Gesamtverbrauchs an Diesel verantwortlich. Der
überwiegende Teil wird von Nutzfahrzeugen verbraucht, und hier zur
Hälfte vom sogenannten Tanktourismus", hält die
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin fest.
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