- 03.02.2018, 14:30:32
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FPÖ-Leyroutz: Ärztliche Versorgung in Kärnten mittels Bereitschaftsdienst muss sichergestellt werden!
Kärntens SPÖ-Gesundheitsreferentin hat Handlungsbedarf
Utl.: Kärntens SPÖ-Gesundheitsreferentin hat Handlungsbedarf =
Klagenfurt (OTS) - Seit Jahren warnt die FPÖ Kärnten vergebens vor
dem Hausärztemangel sowie der Überbelastung von Hausärzten. „Es ist
oberstes Gebot, dass die ärztliche Versorgung der Kärntnerinnen und
Kärntner mittels Bereitschaftsdienst rund um die Uhr gesichert ist.
Dafür hat Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner Sorge zu
tragen“, reagiert heute FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz aufgebracht
darauf, dass ein Vater für seinen kranken Sohn vergangenes Wochenende
im Bezirk Völkermarkt vergebens einen Arzt gesucht hat. In den
Sprengeln Völkermarkt, Ruden, Kühnsdorf, Eberndorf und St. Kanzian
war Medienberichten zufolge kein Bereitschaftsdienst besetzt.
Überlastete Hausärzte sind ein Warnsignal für die Schieflage des
Gesundheitssystems. Derzeit läuft es so ab, dass niedergelassene
Hausärzte die schwere Last von 24- bis 48-Stunden oder in
Einzelfällen gar 72-Stunden dauernden Bereitschaftsdiensten auf sich
nehmen müssen, oder die Patienten müssen auch mit
"Bagatellerkrankungen" ins Krankenhaus.
Der Grund für das Problem liege auf der Hand. Denn wenn die Ärzte
einen Stundenlohn von nicht einmal 10 Euro (238,04 € Pauschale für 24
Stunden) von der GKK als Zulage erhalten, wird es auch künftig
schwierig sein, Vertreter für Bereitschaftsdienste an den Wochenenden
zu finden. „Wenn Allgemeinmediziner so unwürdig honoriert werden,
liegt es wohl auch nahe, dass sich immer weniger für eine
Landarztstelle bewerben“, kritisiert Leyroutz.
Vom Vorschlag des Direktors der Kärntner Gebietskrankenkasse, Johann
Lintner, nach einer Reduktion der Sprengeln hält Leyroutz nichts. „Im
Gegenteil, die diensthabenden Ärzte wären noch größeren Belastungen
ausgesetzt“, so der FPÖ-Gesundheitssprecher. Es führe kein Weg daran
vorbei, die Tätigkeit von Hausärzten besser zu entlohnen und
attraktiver zu machen. „SPÖ-Gesundheitsreferentin Prettner ist daher
gefordert ehest für Lösungen zu sorgen. Die Gesundheit jedes
einzelnen sei ein kostbares Gut, mit dem auch so umzugehen ist“,
schließt Leyroutz.
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