AK: Keine weitere Erhöhung der Lkw-Transporte aus Serbien

Arbeitsplätze im Transport geraten noch mehr unter Druck / Mehr Schwerverkehr auf Transitstrecken belastet Pkw-FahrerInnen und die Umwelt

Wien (OTS) - „Keine weitere Erhöhung der Lkw-Transportgenehmigungen für serbische Fräch-ter“, sagt die Leiterin der AK Verkehrsabteilung, Sylvia Leodolter zu den am Frei-tag geplanten Verhandlungen des Verkehrsministers mit Serbien. Damit würde im Transitland Österreich ohne Not noch mehr Schwerverkehr auf den ohnehin über-lasteten Transitautobahnen rollen. Die Betriebe und die Arbeitsplätze im österrei-chischen Transportgewerbe gerieten zusätzlich unter Druck. „Der Güterverkehr auf der Schiene oder der Donau wäre die umweltfreundliche und verkehrspoli-tisch sinnvolle Alternative dazu“, so Leodolter.

Wie mit vielen anderen EU-Drittstaaten hat Österreich bilaterale Verträge mit Serbien, um den Güterverkehr zwischen beiden Ländern fair aufzuteilen. „Schon jetzt ist diese Auftei-lung aber sehr in Schieflage: Die derzeit 30.000 genehmigten Fahrten zwischen Serbien und Österreich, werden vor allem von serbischen Frachtunternehmen genutzt. Nur rund 2.000 Transportfahrten werden von österreichischen Firmen nach Serbien oder retour unternommen.

„Eine weitere Ausweitung der Transportgenehmigungen für serbische Frächter macht also aus österreichischer Sicht wenig Sinn“, so Leodolter. „Im Gegenteil. Das wäre eindeutig gegen die österreichischen Interessen.“ Je mehr Fahrten es für serbische Transportunter-nehmen gibt, desto höher wird der Druck auf heimische Unternehmen und ihre Beschäf-tigten. Denn dann würden noch mehr serbische Transportunternehmen mit niedrigeren Lohnkosten Transporte übernehmen, die bisher von österreichischen Frächtern geleistet werden. Deshalb appelliert die AK an den Verkehrsminister:
„Verzichten Sie auf eine Ausweitung der Transportgenehmigungen für Serbien. Nutzen Sie die Chance, mehr Gü-terverkehr auf Schiene und Schiff zu bringen. Das entlastet die Umwelt und die Transit-Autobahnen in Österreich und schützt regionale Arbeitsplätze in den österreichischen Frachtunternehmen.“

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