- 31.01.2018, 09:20:15
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Kaske zu Uni-Zugangsbeschränkungen: „Jugend braucht Perspektiven statt Beschränkungen!“
AK warnt vor negativen Auswirkungen der geplanten Studienplatzreduktion auf Arbeitsmarkt und Jugendarbeitslosigkeit
Utl.: AK warnt vor negativen Auswirkungen der geplanten
Studienplatzreduktion auf Arbeitsmarkt und
Jugendarbeitslosigkeit =
Wien (OTS) - AK Präsident Rudi Kaske kritisiert, dass mit dem
vorliegenden Gesetzesvorschlag mehr als 10 000 Studienplätze für
AnfängerInnen gekürzt werden sollen. Dies wird laut AK vor allem zu
einem führen: Eine Verdrängung hin zu anderen Fächern, aber auch eine
Verdrängung in Richtung Arbeitsmarkt. Denn wird der Zugang zum
Studium verunmöglicht, werden als Konsequenz daraus viele versuchen,
auf dem – ohnedies angespannten – Arbeitsmarkt unterzukommen. Davon
betroffen werden vor allem junge Menschen aus sozial schwächeren
Familien sein. Private Vorbereitungskurse in den neu beschränkten
Fächern, Recht, Erziehungswissenschaften und Fremdsprachen, werden –
ähnlich wie bei Medizin - boomen, wer sich das nicht leisten kann,
schaut durch die Finger.
Die Chancen für Erwerbstätige werden geschmälert, da die neue
Uni-Finanzierung vorrangig auf zügiges Studieren und Abschließen
abzielt. Die Unis werden deshalb weniger Interesse an Studierenden
haben, die länger brauchen, weil dies finanzielle Nachteile für sie
bringt. Gerade jene, die länger brauchen, weil sie nebenbei arbeiten
müssen, Betreuungspflichten haben oder ein Studium in einer späteren
Lebensphase als Weiterbildung verfolgen, sollten jedoch gefördert
werden.
Arbeitsmarktpolitische Auswirkungen kein Thema
Kaske kritisiert, dass die arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen nicht
thematisiert werden, etwa die Frage, was denn die zahlreichen
MaturantInnen machen sollen, die keinen Studienplatz mehr bekommen
werden. Für diese jungen Menschen, die unter hohen, häufig auch
finanziellen Anstrengungen zur Matura kommen, werden keine
Alternativen aufgezeigt. Konkrete Schritte etwa zu einem deutlichen
Ausbau des Fachhochschulsektors, der die Uni-Beschränkungen etwas
kompensieren könnte, sind jedenfalls bis jetzt nicht bekannt. Aber
eine mögliche höhere Jugendarbeitslosigkeit kann und darf wohl auch
nicht erklärtes Ziel der Bildungspolitik sein.
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