• 30.01.2018, 20:06:33
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  • OTS0148

Neues Volksblatt: "Verzichtbar" (von Markus EBERT)

Ausgabe vom 31. Jänner 2018

Utl.: Ausgabe vom 31. Jänner 2018 =

Linz (OTS) - Wer am Postulat des freien Uni-Zugangs rüttelt weiß,
dass er die links-grünen Träume stört. Was den Apologeten des
schrankenlosen studentischen Daseins fehlt, ist eine Portion Ökonomie
in ihrer Argumentation.
Tatsache ist: In den Jahren 2019 bis 2021 fließen in die Finanzierung
der österreichischen Universitäten mehr als elf Milliarden Euro.
Tatsache ist aber auch: Von den rund 340.000 Studien, die derzeit von
280.000 Studenten (beiderlei Geschlechts) belegt werden, werden nur
etwas mehr als die Hälfte prüfungsaktiv betrieben. Das ist insofern
ein untragbarer Zustand, als die Leistungsfeststellung nun einmal
systemimmanenter Bestandteil des Bildungssystems ist.
Um es neudeutsch zu sagen: „Just for fun“ zu studieren ist ein Luxus,
dem irgendwann der Riegel vorgeschoben gehört. Der Vize-Vorsitzende
der Universitätenkonferenz, Oliver Vitouch, bringt die Sache so auf
den Punkt: Die bisherige Regelung des Uni-Zugangs sei von einer
vermeintlich hohen Freiheit, aber auch von hoher Beliebigkeit geprägt
gewesen. Und, so Vitouch weiter: „Das ist ein Stück weit ein
Eintreten in die europäische Normalität, von der man in Österreich
nicht wahrhaben wollte, dass man sie braucht.“
Man braucht diese Normalität, damit jene, die ihr Studium ernst
nehmen, endlich bestmögliche Ressourcen vorfinden. Ein Spitzenplatz
im Drop-out-Ranking ist völlig verzichtbar.

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