- 30.01.2018, 11:45:18
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„WELTjournal“/„WELTjournal +“: „Kolumbien – Aufschwung statt Krieg und Drogen“ und „Das Entführungsbusiness“
Am 31. Jänner ab 22.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 31. Jänner ab 22.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Beim Besuch des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel
Santos am Freitag in Österreich hat Bundespräsident Van der Bellen
seinen Respekt für den historischen Friedensprozess in Kolumbien
ausgedrückt. Die kolumbianische Regierung hat 2016 nach Jahrzehnten
des Bürgerkrieges ein Friedensabkommen mit den Rebellen
unterzeichnet, für das der Präsident mit dem Friedensnobelpreis
ausgezeichnet wurde. Das „WELTjournal“ – präsentiert von Christa
Hofmann – zeigt dazu am Mittwoch, dem 31. Jänner 2018, um 22.30 Uhr
in ORF 2 Julieta Rudichs Reportage „Kolumbien – Aufschwung statt
Krieg und Drogen“.
„WELTjournal +: Geld oder Leben – Das Entführungsbusiness“ blickt um
23.05 Uhr nach Venezuela, wo weltweit die meisten Menschen entführt
werden. Dort versucht ein in den privaten Sicherheitssektor
übergewechselter Polizist, den gekidnappten Unternehmersohn Kenny
Cisneros aus Caracas freizubekommen. Zu Wort kommt außerdem der in
Syrien von IS-Terroristen entführte dänische Journalist Jeppe Nybroe:
Die Verhandlungen über Lösegeldzahlungen für seine Freilassung fanden
via Skype und vor laufender Kamera statt.
WELTjournal: „Kolumbien – Aufschwung statt Krieg und Drogen“
In Kolumbien gehen Entwaffnung und Re-Integration der früheren
Kämpfer zügig voran. Als Paradebeispiel für die Schaffung einer
Friedenskultur und -infrastruktur gilt ausgerechnet die einst
gefährlichste Stadt der Welt, Medellín. Die frühere Drogenhochburg
von Pablo Escobar ist zum Vorbild im Kampf gegen die Gewalt geworden
und zum Motor des kolumbianischen Aufschwungs. Man setzt auf
Begegnungszonen und ehrgeizige öffentliche Bauplanung in Absprache
mit der Bevölkerung. Verwahrloste Armenviertel wurden mittels
Seilbahnen und Rolltreppen erschlossen, auf den Hügeln wurden
Kindergärten, Parks, Büchereien und Museen gebaut.
„WELTjournal“-Reporterin Julieta Rudich hat in Medellín Akteure
dieser Verwandlung getroffen: Guerilleros, Militärs und Armee –
Menschen, die einander bis vor Kurzem bekämpft haben – diskutieren
und kochen gemeinsam. Sogar eine Hochzeit wird gefeiert. „Wir müssen
Begegnungsräume schaffen, denn mit Sicherheitskräften allein kommt
man nicht weiter“, erklärt der renommierte Kulturberater Jorge
Melguizo, „das Gegenteil von Unsicherheit ist das Miteinander.“
WELTjournal +: „Geld oder Leben – Das Entführungsbusiness“
Jedes Jahr werden weltweit rund 30.000 Menschen entführt. Nur ein
Prozent der Geiselnahmen hat einen politischen oder terroristischen
Hintergrund. Die meisten Entführungen werden aus kriminellen
Beweggründen getätigt, um Lösegeld zu erpressen. Geiselnahmen sind
mittlerweile nicht nur für Entführer, sondern auch für
Versicherungsgesellschaften zu einem lukrativen Geschäft geworden.
Internationale Versicherungsunternehmen haben sogenannte
Kidnap-and-Ransom-Polizzen im Angebot, maßgeschneiderte
Lösegeldversicherungen, die sogar die Kosten für einen
abgeschnittenen Finger beziffern.
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