Wiener Städtische Versicherung: Wintersportunfälle – das unterschätzte Risiko

In der letzten Schisaison gab es österreichweit rund 32.000 Wintersportunfälle (Quelle: KfV) – die meisten Betroffenen besitzen keine private Unfallversicherung.

Wien (OTS) - Wintersportverletzungen können schwerwiegend oder gar tödlich sein und Leben verändern. Immerhin geschehen mehrere Tausend Unfälle pro Jahr, einige sogar mit Todesfolge. „Ein Unfall ist rasch passiert“, sagt Wiener Städtische Vertriebsvorstand Hermann Fried. „Über die körperlichen Folgen hinaus kann auch die finanzielle Existenz gefährdet sein. Verdienstentfall, möglicher Betreuungsbedarf oder Umbau der Wohnung können bald sämtliche Ersparnisse übersteigen“.

Umfrage: Ein Drittel fühlt sich durch gesetzliche Versicherung abgesichert

Eine Umfrage der Wiener Städtischen hat ergeben, dass das Wissen der Österreicher rund um das Thema Unfallversicherung generell gering ausgeprägt ist. Nur 17 Prozent der Auskunftspersonen können den Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Unfallversicherung beschreiben. Weitere 64 Prozent geben zwar an, den Unterschied zu kennen, diesen jedoch nicht erklären zu können. Trotz des geringen Wissensstands geben 37 Prozent an, sich (sehr) gut durch die gesetzliche Unfallversicherung abgesichert zu fühlen. Rund 16 Prozent fühlen sich durch die gesetzliche Unfallversicherung (überhaupt) nicht geschützt.

Wer zahlt wann wofür?

Private Unfall- und Haftpflichtversicherungen helfen dabei, Unfallfolgen beim Wintersport finanziell abzufedern.

Eine private Unfallversicherung ist grundsätzlich unerlässlich – vor allem, weil Unfälle in der Freizeit durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht gedeckt sind. Die Höhe der Kosten wird oft unterschätzt: Junge Betroffene, die durch einen Unfall nachhaltig beeinträchtigt sind, benötigen oft ihr Leben lang Pflege und Betreuung.

Ein Prämienbeispiel: Für dauernde Invalidität bis 600.000 Euro, eine lebenslange, monatliche Rente von 500 Euro, Unfallkosten mit Hubschrauberbergung bis 15.000 Euro, eine Reha-Pauschale bis 5.000 Euro, kosmetische Operationen bis 10.000 Euro und Rückholung aus dem Ausland bei akuter Erkrankung und Unfall ohne Limit und weltweit, beträgt die Erwachsenenprämie 15 Euro monatlich und 30 Euro für die ganze Familie.

Das finanzielle Risiko, schadensersatzpflichtig zu werden, lässt sich durch eine Haftpflichtversicherung mit entsprechend hoher Versicherungssumme absichern. Schadenersatzverpflichtungen aus Schi- oder Snowboardunfällen sind in der Haushaltsversicherung mit eingeschlossener Privathaftpflicht abgedeckt, außerdem können damit unberechtigte Ansprüche abgewehrt werden. Hat man einen anderen Wintersportler verletzt, muss man möglicherweise jahrzehntelang Pflegekosten und Verdienstentgang in Form einer Rente bezahlen. Bei einer monatlichen Zahlungsverpflichtung von 5.000 Euro ergibt sich in 20 Jahren eine Summe von 1,2 Mio. Euro.

Mit gebotener Vorsicht!

Um es gar nicht erst zu einem Unfall kommen zu lassen, sollte man ein paar einfache Regeln beachten:

  • Die häufigsten Unfallfaktoren sind zu hohe Geschwindigkeit und harte Pisten – hier ist erhöhte Vorsicht geboten.

  • Die meisten Unfälle passieren am Nachmittag zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, in der Zeit, in der die Kondition nachlässt, die Sportler müde und unaufmerksam werden und/oder Alkohol getrunken haben. Fahren Sie kontrolliert und auf Sicht.

  • Regelmäßig Pausen einlegen. Wenn man sich nicht mehr fit fühlt, sollte man für den Tag Schluss machen – speziell Kinder sollten nicht fahren, bis der Lift zusperrt.

  • Hobby-Schisportler sollten sich mit Kraft-, Koordinations- und Ausdauertraining vorbereiten. Viele betreiben außerhalb des Schiurlaubs überhaupt keinen Sport, Unfallvorsorge bedeutet aber, sich körperlich für den Aktivurlaub zu rüsten. Am besten zwei Monate vor dem Skiurlaub mit Schigymnastik beginnen.

  • Das Tragen eines Schihelms sollte selbstverständlich sein, auch spezielle Schutzbekleidung wie Protektoren wird empfohlen.

  • Häufigste Ursache von Schiunfällen ist Fehlverhalten auf der Piste. Deshalb gelten in den meisten Wintersportorten die so genannten FIS-Regeln, die unter anderem die Rücksichtnahme auf andere Schifahrer und Snowboarder, Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise und Fahren auf Sicht vorschreiben.


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