Psychiatrie – eine Mischung aus „Big Brother“ und „Schöne neue Welt“

Sonderausstellung Psychiatrie „Tod statt Hilfe“ thematisiert elektronische Mindcontrol der Psychiatrie

Es wurde geglaubt, dass die biomedizinische Erklärungen, wie etwa das "chemisches Ungleichgewicht", die seelische Gesundheit der physischen Gesundheit und der Allgemeinmedizin annähern und die Stigmatisierung allmählich beseitigen würden. Dies ist jedoch nicht geschehen und viele der Konzepte die das biomedizinische Modell im Bereich der psychische Gesundheit unterstützen, wurden durch weitere Forschung nicht bestätigt. Diagnoseinstrumente wie die Internationale Klassifikation der Krankheiten und das Diagnostische und Statistische Manual psychischer Störungen erweitern weiterhin die Parameter der individuellen Diagnose, oft ohne eine solide wissenschaftliche Grundlage.
Dr. Thomas Insel, Psychiater und ehem. Leiter des NIMH

Wien (OTS) - Die Psychiatrie stellt sich heutzutage als freundlicher Helfer des Menschen und der Gesellschaft dar, die angeblich aufgrund „höchst wissenschaftlicher“ Basis weiß, was mit uns psychisch falsch läuft. Mal sind „die Gene“ schuldig oder als Abwechslung „das Gehirn“, keinesfalls „die Psyche“.

Die Psychiatrie behandelt also nicht die Psyche, trotz irreführender Berufsbezeichnung – sondern den Körper –  dies seit rund 200 Jahren.

Ausstellung „Psychiatrie – Tod statt Hilfe“ in Wien, 1.–6.Februar täglich von 9:00 - 21:00

Die Geschichte der Psychiatrie, die mit 14 audio-visuellen Stationen Thema der Sonderausstellung ist, zeigt, dass Zwang und Entzug der Selbstbestimmung immer die Grundlage der Psychiatrie war. Die Methoden und Maßnahmen der Psychiatrie enthielten unter anderem Auspeitschen, Wasserkuren, Hunger, Drogen, Insulinschocks, Elektroschocks, Vergasen, Vergiften und Verstümmelungen an Gehirn und Fortpflanzungsorganen – um nur einige zu nennen.
An allen Mindcontrol- Versuchen diverser Geheimdienste waren es immer Psychiater, die federführend die menschlichen Experimente geleitet haben, und dies gilt auch für die Ermordung „unwerten Lebens“ in und auch nach der Nazizeit. Diese Fakten sind meist nicht bekannt. Will man aber aus der Geschichte lernen, muss man die ganze Wahrheit kennen!

Heutzutage „beweisen“ gigantische Marketingkampagnen, dass der Psychiater der Freund des Menschen ist.

Psychiatrie schafft schöne neue Welt für psychische Gesundheit

Tiefer in die Arbeit der heutigen Psychiatrie geblickt, wird schnell offensichtlich – die Grundhaltung der Psychiatrie – dass der Mensch ein kontrollierbares Tier ist, der nur durch Zwang und letztendlich durch Entzug der Selbstbestimmtheit im Zaum gehalten werden kann – hat sich von damals bis heute nicht verändert.

Der klassische E-Schock, unter dem verharmlosenden Namen Elektrokrampftherapie (EKT) feiert eine Renaissance als Wundermittel bei Depressionen und die neueste "Big Brother"-Technologie ist ein Tracking-System der Medikamente.

Es funktioniert, indem es eine Nachricht von einem Sensor in der Pille an einen tragbaren Patch  sendet. Der Patch überträgt die Informationen an eine mobile Anwendung, so dass Patienten, aber auch andere Personen die Einnahme des Medikaments überwachen können. Diese, unter Umständen lebensrettende Technologie, die bei Diabetes Typ 1 Patienten bereits zur Anwendung kommt, kann in der Psychiatrie dazu missbraucht werden, zu einer Bedingung für die Bewährung oder die Entlassung von Patienten aus psychiatrischen Einrichtungen zu werden. Der Zwangskontrolle der Einnahme von Psychopharmaka steht nichts mehr im Wege.
Die erste so modifizierte Psycho-Pille wurde 2017 von der amerikanischen Food and Drug Administration genehmigt und bereits auf den Markt gebracht.

Heute ist die Forschung in der Pipeline, um Psychopharmaka durch ein medizinisches Implantat zu ersetzen, das am Nerv befestigt wird, um Signale im Nerv zu blockieren oder zu verändern.
Die neue Ära bioelektronischer Arzneimittel oder "Elektropharmazeutika" hat begonnen." Willkommen in der schönen neuen Welt der Neuromodulation und Elektropharmazeutika."

Psychiater bestätigen immer wieder, dass sie weder heilen können, noch die Ursachen für psychische Krankheiten wissen. Ungeachtet der Tatsache, dass es keine fundierten Diagnosen gibt, werden immer weitere Methoden eingeführt, um den Menschen besser unter sozialer Kontrolle halten zu können – unter dem „Motto“ „Psychische Krankheit - gut behandelbar“.

Es wurde geglaubt, dass die biomedizinische Erklärungen, wie etwa das "chemisches Ungleichgewicht", die seelische Gesundheit der physischen Gesundheit und der Allgemeinmedizin annähern und die Stigmatisierung allmählich beseitigen würden. Dies ist jedoch nicht geschehen und viele der Konzepte die das biomedizinische Modell im Bereich der psychische Gesundheit unterstützen, wurden durch weitere Forschung nicht bestätigt. Diagnoseinstrumente wie die Internationale Klassifikation der Krankheiten und das Diagnostische und Statistische Manual psychischer Störungen erweitern weiterhin die Parameter der individuellen Diagnose, oft ohne eine solide wissenschaftliche Grundlage.
Dr. Thomas Insel, Psychiater und ehem. Leiter des NIMH

Der geschichtliche Kreis der Brutalität schließt sich

Sehen Sie in mehreren preisgekrönten Dokumentationen, wie Psychopharmaka mit schädigenden Wirkungen an Kinder, Schwangere, Senioren, Soldaten und Häftlinge verschrieben und depressive Menschen mit Stromstößen „geheilt“ werden, die schwere bleibende Gedächtnisverluste erzeugen.

Erfahren Sie

  • wie Kinder auf Psychodrogen gesetzt werden, die unkontrollierte Gewaltausbrüche sowie Selbstmord verursachen können.
  • wie die „Elektrokrampftherapie” (vorm. Elektroschock) funktioniert und welche Auswirkungen sie wirklich auf die Gehirnzellen hat, und dass bleibender Gedächtnisverlust keine „seltene Nebenwirkung“ ist.
  • die wahren Hintergründe über die systematische Ermordung „unliebsamer Menschen“ im Nationalsozialismus, und dass dies ein „Problem des gesamten Psychiatrischen Standes“ war [sic]

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=CuEQAZBfU6U

Feierliche Eröffnung

Die Feierliche Eröffnung findet am 1. Februar in Wien in der Mariahilfer Straße 3 um 15:30 statt. Zur Eröffnung werden zwei prominente Gastredner erwartet.

Die Bürgerkommission für Menschenrechte

Die Bürgerkommission für Menschenrechte (Citizens Commission on Human Rights) sammelt und dokumentiert seit ihrer Gründung im Jahre 1969 Fälle von Menschenrechtsverletzungen aus dem Bereich der Psychiatrie. Zahlreiche Gesetze oder Gesetzesänderungen konnten zum Schutz von Patienten in vielen Ländern bewirkt werden. CCHR arbeitet weltweit mit Ärzten, kritischen Psychiatern und Psychologen mit Rechtsanwälten, Journalisten, vielen weiteren Experten aus den verschiedensten Fachgebieten, Verfechtern von Menschenrechten und Menschenrechtsorganisationen zusammen.

Ausstellung Psychiatrie "Tod statt Hilfe"

Datum: 01.02.2018 bis 6.2.2018 täglich von 09:00 - 21:00 Uhr
Mariahilfer Straße 3, 1060 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Bürgerkommission für Menschenrechte
pr@cchr.at
www.cchr.at
https://www.facebook.com/cchr.osterreich

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BKM0001