SPÖ Wien Landesparteitag (4) – Kern: „Heute schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte des roten Wien auf“

„Das Wir macht uns aus, nicht der Einzelne“ – Werden Wien gegen schwarz-blaue Angriffe verteidigen – FPÖ verschiebt permanent Grenzen des politischen Anstands

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesparteivorsitzender Christian Kern hat am Samstag beim außerordentlichen Landesparteitag der SPÖ Wien betont, dass heute ein besonderer Tag für die Sozialdemokratie ist. „Wir schlagen heute ein neues Kapitel in der Geschichte des roten Wien auf“, sagte Kern mit Blick auf die Nachfolge von Michael Häupl, der in seinen 25 Jahren als SPÖ-Wien-Vorsitzender „Einzigartiges und Überragendes“ geleistet habe. Kern betonte die Bedeutung von Gemeinsamkeit und Solidarität: „Es ist das Wir, das uns ausmacht und starkmacht – und niemals das Ich und der Einzelne.“ Es sei wichtig, dass heute ein neuer SPÖ-Wien-Vorsitzender gewählt wird, „der die Hand ausstreckt, Brücken baut und auf alle Mitglieder zugeht“. Scharfe Kritik übte Kern an der unsozialen Bundesregierung: „Schwarz-Blau arbeitet gegen die Interessen der Mehrheit der Menschen. Das dürfen wir nicht zulassen. Deshalb braucht es eine geeinte und starke Sozialdemokratie“, sagte Kern unter großem Applaus. Der SPÖ-Bundesparteivorsitzende kritisierte auch, dass die FPÖ „die Grenzen des politischen Anstands permanent verschiebt“. Den schwarz-blauen Angriff auf Wien werde man nicht zulassen: „Wir werden unser weltoffenes und soziales Wien verteidigen“, betonte Kern. ****

Der SPÖ-Bundesparteivorsitzende würdigte in seiner Rede die Leistungen von Michael Häupl, der aus Wien „etwas Einzigartiges“ gemacht hat. Michael Häupl sei ein „Großpolitiker und ein Sozialdemokrat, der stets Werte und Haltung bewahrt hat“. Jedes Mal, wenn die FPÖ wieder einmal den Kampf um Wien ausgerufen hat, sei sie an Michael Häupl zerschellt, unterstrich Kern. Jetzt allerdings werde ein Kampf gegen Wien vom Zaun gebrochen. „Das werden wir nicht zulassen und unser Wien verteidigen – als eine Stadt, in der jeder eine Chance bekommt, egal, welchen Vornamen er hat oder ob seine Eltern arm oder reich sind“, stellte Kern klar.

Mit Blick auf die beiden Nachfolgekandidaten Andreas Schieder und Michael Ludwig sagte Kern, dass hier zwei Persönlichkeiten mit „beachtlicher Biographie antreten, die Großes für unsere Bewegung geleistet haben“. Das Verbindende sei bei den Nachfolgekandidaten weit größer als das, was sie trennt, ergänzte Kern. Es sei die hohe Schule der Demokratie, dass sich die unterlegene Fraktion hinter den Chef einreiht.

Kritik gab es von Kern an der schwarz-blauen Regierung, die sich in Rekordzeit von all ihren Versprechungen verabschiedet hat. Mit dem Abdrehen der wichtigen Beschäftigungsaktion 20.000 habe man arbeitslosen Menschen, die es ohnehin nicht leicht haben, die Tür vor der Nase zugeschlagen. Klar ist: „Die SPÖ wird Anwältin dieser Menschen sein“, sagte Kern. Die unsoziale Politik von Kurz und Strache zeige sich auch daran, dass es Schwarz-Blau beim Vorgehen gegen Arbeitslose gar nicht schnell genug gehen kann, während man „bei Steuersündern generös wegschaut“.

Scharfe Kritik übte Kern an der FPÖ und ihren jüngsten Nazi-Skandalen. „Hier werden permanent die Grenzen der politischen Moral und des politischen Anstands verschoben“, sagte Kern, der auch die durchsichtigen Ablenkungsmanöver und Rechtfertigungsversuche der Strache-Partei kritisierte. „Wir werden sie mit ihrer braunen Ideologie nicht davonkommen lassen“, sagte Kern. Das unsägliche Motto der Burschenschaft Udo Landbauers – „Deutsch und treu in Not und Tod“ – zeige ganz klar: „Diese angeblichen Superpatrioten haben ein Problem mit der österreichischen Nation“, so Kern. Jedes Mal, wenn die FPÖ kritisiert werde, würden sofort „Linksextreme“ dafür verantwortlich gemacht – das zeuge von „klassischer Sieg Heul-Strategie“ der FPÖ, so Kern, der abschließend bekräftigte, dass man Wien gegen alle Angriffe verteidigen werde. (Schluss) mb

 

 

 

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