Schatz: „Unsere Geschichte muss uns Mahnung für unser tägliches Handeln sein“

SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur mahnt am Holocaust-Gedenktag Distanzierung von rechtsextremen und demokratiefeindlichen Entwicklungen ein

Wien (OTS/SK) - Am 27. Jänner 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Mehr als eine Million Menschen wurde dort grausam ermordet. Seit 2005 ist der 27. Jänner der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. „Heute gedenken wir der Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Durch unsere Mitverantwortung am Holocaust tragen wir den Opfern gegenüber große Verantwortung. Es ist unsere Aufgabe, uns mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und die richtigen Schlüsse für unser alltägliches Handeln zu ziehen“, erklärt die SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, Nationalratsabgeordnete Sabine Schatz. „Arbeitslosigkeit, Armut und Zukunftsängste verbunden mit Ausgrenzung und Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen sind die Keimzelle von Hass und Gewalt. Dort muss Politik ansetzen und Maßnahmen entwickeln, die den Zusammenhalt fördern“, so Schatz heute, Samstag. ****

Überschattet wird der diesjährige Gedenktag auch von der „Causa Landbauer“. „Dass es hier bis dato keine Konsequenzen gibt und der FPÖ-Spitzenkandidat zur morgigen Landtagswahl in Niederösterreich immer noch nicht von seiner Kandidatur zurückgetreten ist, zeigt uns, mit wie wenig Ernsthaftigkeit diese Bundesregierung unsere geschichtliche Verantwortung lebt. Hier ist auch die ÖVP gefordert, an der Spitze der Bundeskanzler. Immerhin hat sie die FPÖ als Koalitionspartner in die Bundesregierung geholt“, sagt Schatz. Die SPÖ-Abgeordnete verurteilt gleichzeitig die Teilnahme des Vizekanzlers Strache und der Dritten Parlamentspräsidentin am Akademikerball: „Während international über die antisemitischen Vorfälle in den Burschenschaften berichtet wird, tanzen Vizekanzler und Nationalratspräsidentin mit deutschnationalen Burschenschaftern Walzer und stoßen auf die Abschaffung der Notstandshilfe an. Das ist unwürdig!“

„Nur noch wenige Zeitzeugen und Zeitzeuginnen können heute als Überlebende des Holocaust berichten, was ihnen widerfahren ist. Es liegt in unser aller Verantwortung, ihre Geschichte weiter zu tragen, unsere Demokratie zu stärken und ein Klima des Miteinanders zu fördern“, sagt Schatz abschließend. (Schluss) mb

 

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