• 26.01.2018, 16:00:17
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Winter-Urlaub im Nationalpark steht für mehr Gesundheit!

Experten zeigen neue Chancen für nachhaltigen Tourismus im Winter im Nationalpark Hohe Tauern auf

Im Bild v.l.n.r.: GF Christian Wörister, GF Petra
Lemberger, Bastian Wielandner, LAbg. Michael Obermoser, Sabine
Grauer, Bgm. Erich Czerny und Arnuld Hartl

Utl.: Experten zeigen neue Chancen für nachhaltigen Tourismus im
Winter im Nationalpark Hohe Tauern auf =

Mittersill (OTS) - Neues Interreg-Projekt „WinHealth“ („Winter“ und
„Health“) wurde in Neukirchen am Großvenediger präsentiert. Eine
aktuelle Studie der PMU zeigt: Allergiker und Asthmatiker verbessern
deutlich ihren Gesundheitszustand durch Wintersport-Aktivitäten in
der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern. Neue Marketing-Studie der
FH Salzburg ergibt: Winter-Gesundheitstourismus ist für die
Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern nachhaltig.

Die Krimmler Wasserfälle wirken für Allergiker und Asthmatiker im
Sommer wie ein gigantischer „Inhalator“ und sind gesundheitsfördernd.
Das haben Studien in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. Dass die
Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern auch im Winter eine „Region für
Heilung“ der Symptome der Betroffenen ist, zeigt eine aktuelle
klinische Studie, die vom Institut für Ecomedicine an der Paracelsus
Medizinischen Privatuniversität Salzburg, kurz PMU, durchgeführt
wurde.
Heute, Freitag, wurden dazu die PMU-Untersuchungsergebnisse und das
Projekt „WinHealth“ im Kammerlanderstall von Neukirchen/Großvenediger
bei einer großen Kick-Off-Tagung mit Experten vorgestellt. Außerdem
präsentierten Experten der FH Salzburg Ergebnisse einer
Marketing-Studie über die Nachhaltigkeit des
Winter-Gesundheitstourismus in der Region.

Wofür steht „WinHealth“ und wer wurde untersucht?

„WinHealth“ steht für „Winter“ und „Health“ und baut auf den
Ergebnissen der wissenschaftlichen Untersuchung der PMU auf. Im
Rahmen dieser klinischen Studie wurden die Auswirkungen eines
zehntägigen aktiven Winterurlaubs auf wichtige Parameter der
Hausstaubmilbenallergie und des allergischen Asthmas untersucht. Von
den 90 ProbandInnen zwischen 18 und 55 Jahren wurden im
Untersuchungszeitraum unter anderem 735 Blutproben genommen, 186
große Blutbilder in Auftrag gegeben, 226 Saccharin Tests
durchgeführt. 290 Mal wurde FeNo gemessen - Fraktioniertes
exhaliertes Stickstoffmonoxid (NO). Es wird als Biomarker zur
Diagnose und Verlaufskontrolle von Asthma bronchiale eingesetzt. Dazu
kamen 186 Lungenfunktionstests und rund 1,3 Millionen Zellen, die im
Mikroskop ausgezählt wurden.
Die Studie wurde vom Team des Instituts für Ecomedicine an der PMU
unter der Leitung von Univ. Doz Mag. Dr. Arnulf Hartl durchgeführt.
Unterstützung kam vom Krankenhaus Mittersill, dem Nationalpark Hohe
Tauern, den regionalen Bergbahnen und den allergikergerechten
Hohe-Tauern-Health Betrieben, in denen die StudienteilnehmerInnen
untergebracht wurden.
Menschen mit Asthma und Allergien stellen eine große und stetig
wachsende Bevölkerungsgruppe dar: 8 bis 12 % der Westeuropäer leiden
an Asthma und rund 30% an Allergien, wobei insbesondere allergische
Erkrankungen im Kindesalter zunehmen. In Deutschland, dem wichtigsten
touristischen Markt der Ferienregion, haben 33% aller Erwachsenen und
30 bis 47% aller Kinder eine diagnostizierte Allergie.

Welche Ergebnisse brachten die Untersuchungen?

Die Ergebnisse lassen nicht nur die regionalen Touristiker aufatmen:
Sie zeigen, dass sogenannte „White Exercise“, also ein Mix aus
Wintersportarten in Kombination mit einem Aufenthalt in den
international einzigartigen allergikergerechten Hotel im Nationalpark
Hohe Tauern die Symptome der AllergikerInnen und AsthmathikerInnen
signifikant und nachhaltig reduziert. Allergische Entzündungen der
oberen und unteren Atemwege sowie des Blutes konnten verringert und
die Lungenfunktion verbessert werden. Zudem konnte der chronische
Stress gesenkt und insgesamt die gesundheitsbezogene Lebensqualität
verbessert werden.
Die Studie und ihre Ergebnisse zeigen damit den hohen
gesundheitlichen Stellenwert und damit das enorme
gesundheitstouristische Potenzial der Nationalparkregion im Winter.
Wer aus dem „Meer des Feinstaubs“ der Städte in den Oberpinzgau
kommt, verbessert nachhaltig chronische Erkrankungen wie Allergien
und Asthma.
Basierend auf diesen wissenschaftlichen Erkenntnissen werden nun im
Rahmen des Projektes „WinHealth“ Betriebe im Nationalpark Hohe Tauern
aktiv dabei unterstützt, innovative Produkte zu entwickeln und ihren
Wettbewerbsvorsprung im alpinen Gesundheitstourismus weiter
auszubauen. Dass dies „evidenzbasiert“ – also wissenschaftlich
geprüft und belegt – erfolgt, ist ein ganz wichtiger Vorteil im
Werben um neue Gästeschichten.

Von „Hohe Tauern Health“ zu „WinHealth“

Über das Projekt „WinHealth“ erfolgt damit die logische Fortsetzung
der gesundheitstouristischen Initiative „Hohe Tauern Health“ in der
kalten Jahreszeit und soll die alpine Gesundheitsregion Salzburger
Land auch im Winter am europäischen Tourismusmarkt positionieren.
Unter wissenschaftlicher Begleitung der PMU wurden bei „Hohe Tauern
Health“ strenge Richtlinien für die Innenraumqualität (gemessen
allergen- und feinstaubarm) von allergikergerechten Hotels
entwickelt. Die Einhaltung der Richtlinien wird durch die PMU auf
Basis einer zweijährigen, wiederkehrenden Zertifizierung der
allergikergerechten Zimmer sichergestellt. Zudem wird das Service-,
Reinigungs- und Küchenpersonals regelmäßig hinsichtlich der
spe-ziellen Bedürfnisse von Allergikern und Asthmatikern geschult.
„Hohe Tauern Health“ hat sich bisher mit einem qualitativen Ausbau
der Hotelinfrastruktur für Allergiker und Asthmatiker vor allem im
Sommer einen Namen gemacht. Nur: Die von Hartl und seinem Team
gemessenen hohen Konzentrationen an Luftionen und die besonders
niedrige Feinstaubkonzentration zeichnen die Region im Winter aus und
wirken gesundheitsfördernd auf AllergikerInnen und AsthmatikerInnen.
Mit „WinHealth“ lassen sich die Aktivitäten der „Hohen Tauern Health“
– derzeit von 10 Hotelbetrieben und 9 Partnern aus der Wirtschaft -
auch in der kalten Jahreszeit fortsetzen und können in einen neuen
touristischen Wert gesetzt werden.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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