- 25.01.2018, 19:42:20
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32. Wiener Gemeinderat (10)
Subventionen an Vereine im Bereich der Frauen- und Männergesundheit
Utl.: Subventionen an Vereine im Bereich der Frauen- und
Männergesundheit =
Wien (OTS/RK) -
GRin Mag.a Barbara Huemer (Grüne) sagte bezüglich ihrer
Vorrednerin Korosec, dass diese Vereine seit Jahrzehnten gefördert
würden. Dies sei also „nichts Neues“. Sie zeigte sich über Korosecs
„Informationslücken“ verwundert. Den Vorwurf, dass die
Frauenabteilung zu großzügig mit Förderungen umginge, entkräftete sie
damit, dass die angestellten Frauen in den Vereinen unterbezahlt
seien. Huemer betonte, dass die Vereine für die Stadt unentbehrlich
seien. Männer und Frauen sollten gleichberechtigt leben können. Dafür
trage die Gesellschaft die Verantwortung. Der FPÖ warf sie vor, mit
ihrer Ablehnung gegenüber diesen Vereinen, „frauenfeindlich“ zu
agieren.
GR Dr. Günter Koderhold (FPÖ) kritisierte, dass der Verein
Institut für Frauen- und Männergesundheit keine Informationen
betreffend ihrer zahlreichen Veranstaltungen bereitstelle. Außerdem
könnten mit dem vorhandenen Personal die Aufgaben des Vereins nicht
wahrgenommen werden. Er wollte in gemeinsamen Gesprächen „Licht ins
Dunkel bringen“. Abschließend brachte er einen Antrag betreffend
Runder Tisch zum Thema Gangbetten in KAV-Spitälern ein.
GRin Mag.a Nicole Berger-Krotsch (SPÖ) sprach von wichtigen
Förderungen für die Frauenvereine. Zum Vorwurf Doppelförderungen
sagte sie, dass es keine Doppelförderungen gegeben hätte, sondern
Komplementärförderungen. Die Vereine würden außerdem eine große
Bandbreite an Angeboten bereitstellen. Sie nannte Frauen- und
Mädchenberatung, Bildung, Gesundheitsberatung und Prävention. Als
wichtigen Partner hob sie die Volkshilfe hervor. Mit dieser hätte es
immer einen guten Austausch gegeben. Abschließend betonte sie, dass
die Stadt, Frauen in prekären Situationen unterstütze, denn diese
Frauen würden besondere Hilfe benötigen.
GRin Mag.a Faika El-Nagashi (Grüne) hob Wohnen als Beitrag für
Integration hervor. Der Verein Kolping sei einer der größten
Heimträger für Frauen in Not. So leiste die „Wohngemeinschaft für
junge Frauen in Not“ einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der
Lebenssituation und damit Hilfe zur Selbsthilfe. Sie bekräftigte,
dass auch der private Sektor bei Wohnen und Integration eine wichtige
Rolle spiele. Sie kritisierte die FPÖ dafür, geflüchtete Menschen in
Massenlagern unterbringen zu wollen. Für eine solche Politik der
Segregation stünden die Grünen nicht zur Verfügung. Schließlich sei
Wien auch „Menschenrechtsstadt“. Sie brachte abschließend einen
Antrag betreffend Massenquartiere ein.
GR Mag. Martin Hobek (FPÖ) sah in der Debatte „viel Schein und
weniger Sein“. Als Beispiel führte er das 2003 im 15. Bezirk
Prostituierten zur Verfügung gestellte ehemalige Wachzimmer an, das
SexarbeiterInnen einen Raum bieten sollte. Erst nach etlichen Jahren
hätte man den Straßenstrich „trotz des Projektes“ wegbekommen. Seine
Partei werde das Projekt SOPHIE-Beratungszentrum für Sexarbeiterinnen
ablehnen.
GR Peter Florianschütz (SPÖ) sagte in Richtung FPÖ, es fehle der
Partei an Empathie und Wertschätzung. Feminismus sei eine wichtige
Sache, mangelnde Wertschätzung dafür sei ein „Skandal“. Betreffend
den Plänen der FPÖ, Massenquartiere zu errichten, frage er: „Wie und
wo stellen sie sich das vor?“
GR Dipl-Ing. Dr. Stefan Gara (NEOS) sagte eingangs, dass seine
Partei den Subventionen zustimmen werde und sprach dann den Runden
Tisch betreffend Gangbetten im KAV an. Bei diesem Thema sei ihm eine
Zusammenfassung der aktuellen Situation wichtig. Weiters müsse eine
integrierte Versorgung sichergestellt werden.
GR Wolfgang Seidl (FPÖ) sagte, seine Partei werde den Antrag
betreffend Massenquartiere ablehnen. Die FPÖ sei selbstverständlich
gegen Massenquartiere, sie wolle viel mehr „Erstaufnahmezentren“.
(Forts.) hie/fis
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