Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen fordern FPÖ-Landbauer zum Rücktritt auf

„Beschämend, dass FPÖ keine Konsequenzen aus Verharmlosung der NS-Massenvernichtung und Verhöhnung der Opfer zieht“

Wien (OTS/SK) - Für den Bund Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen muss der niederösterreichische FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl Udo Landbauer aus all seinen politischen Funktionen zurücktreten. Bis vor kurzem war Landbauer stellvertretender Vorsitzender und somit ein hochrangiger Funktionär der deutschnationalen Burschenschaft Germania. Für Johannes Schwantner, Vorsitzender der FreiheitskämpferInnen, sind Konsequenzen aus den jüngsten „Falter“-Enthüllungen überfällig. Landbauer müsse umgehend zurücktreten. Dass dieser seine Germania-Mitgliedschaft nur „ruhend“ gestellt habe, unterstreiche, dass ihm jegliche Einsicht fehle, so Schwantner heute, Donnerstag. ****

„Es ist schlimm genug, dass die FPÖ eine Scharnierfunktion für Rechtsextreme aus deutschnationalen Burschenschaften und anderen problematischen Vereinen innehat – was sich etwa an der Zusammensetzung ihrer Abgeordneten im Parlament oder in ihren Gremien zeigt. Dass die FPÖ von Strache und Kickl abwärts aktuell versucht, Landbauers Mitverantwortung für abscheuliche Druckwerke seiner Burschenschaft abzustreiten, zeigt einmal mehr, wes Geistes Kind sie noch immer ist. Landbauer muss zurücktreten und zwar sofort, für so jemanden darf in einer demokratischen Vertretung kein Platz sein.“

Dass die Burschenschaft nun die Verantwortung für die nazistischen Liedtexte in besagtem Druckwerk auf eine Person abschiebe, sei unglaubwürdig. „Es ist beschämend, dass die FPÖ keine Konsequenzen aus der Verharmlosung der NS-Massenvernichtung und der Verhöhnung der Opfer zieht. Im Gegenteil: Beim morgigen Akademikerball schwingt der nunmehrige Vizekanzler Strache sogar das Tanzbein mit rechtsextremen Burschenschaftern und findet nichts daran auszusetzen.“ Das zeige, wie wichtig es nach wie vor sei, „die Demokratie zu verteidigen, das Andenken an die Opfer des Faschismus hochzuhalten, den Anfängen zu wehren und wachsam zu bleiben“, so Schwantner abschließend. (Schluss) mo/mb

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