• 25.01.2018, 09:48:32
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  • OTS0035

Vassilakou: Projekt am Althangrund weiterentwickeln

Aktuelles Widmungsverfahren wird nicht weiterverfolgt

Utl.: Aktuelles Widmungsverfahren wird nicht weiterverfolgt =

Wien (OTS) - Der Bereich des Althangrundes zählt zu den
herausforderndsten städtebaulichen Vorhaben in der Stadt. Zum einen
geht es um den Erhalt und die Neubelebung des Bahnhofs, zum anderen
soll die Barrierewirkung verringert und ein neues, offenes
Stadtquartier entstehen. „In den vergangenen Tagen habe ich Gespräche
mit allen Akteuren geführt. Ich habe sowohl mit dem Bezirk, als auch
mit dem Investor und insbesondere mit kritischen AnrainerInnen aus
der Umgebung gesprochen. Auf Basis dieser Gespräche habe ich nun
folgende Entscheidung über die weitere Vorgangsweise getroffen. Das
vorliegende Widmungsverfahren wird nicht weiterverfolgt. Jetzt wird
das Ergebnis des laufenden Wettbewerbs abgewartet und dann ein neues
Widmungsverfahren über das gesamte Areal gestartet“, so Wiens
Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Zur Vorgeschichte:

Ein umfangreiches Verfahren unter Einbindung der BürgerInnen und des
Bezirks hat sich seit 2015 mit der Erstellung eines Leitbilds für den
Althangrund beschäftigt. Die Planungen mündeten in ein vom Bezirk und
allen Parteien getragenen Leitbild, das in der
Stadtentwicklungskommission im März 2017 einstimmig zur Kenntnis
genommen wurde. Dieses städtebauliche Leitbild umfasst verschiedene
Rahmenbedingungen und Ziele:

Der bestehende Kopfbau am Julius-Tandler-Platz soll in einer
umfassenden Sanierung grundsätzlich erhalten bleiben, im hinteren
Bereich soll ein Neubau erfolgen. Es wurden Dichte und Baumassen
festgelegt, öffentliche Freiräume, Durchgänge uvm. Ebenso wurden
qualitative Zielsetzungen definiert, wie eine Belebung der
Erdgeschoßzone, der Anteil an leistbarem Wohnraum,
Freiraumqualitäten, Nutzungsverteilungen, Überlegungen zu Handels-
und Dienstleistungseinrichtungen im Sockelbereich, Mobilitätsfragen
und vieles andere mehr. Es wurde gemeinsam festgelegt, dass die Größe
der Freiräume und die Höhe der baulichen Entwicklung kommunizierbare
Größen sind, deren genaues Verhältnis im Rahmen eines folgenden
Architekturwettbewerbes entwickelt werden sollte. Um hier eine
möglichst große Bandbreite zu ermöglichen, wurde auch die Möglichkeit
von Hochhäusern an bestimmten Stellen eröffnet.

Es wurde in Abstimmung mit dem Bezirk entschieden, dass es zwei
Widmungsverfahren geben soll, ein vorgelagertes Verfahren für den
vorderen Bereich am Julius-Tandler-Platz und ein eigenes Verfahren
für den hinteren Bereich nach Abschluss eines Wettbewerbs.

Für den vorderen Bereich wurde auf Basis des Leitbilds und in
Abstimmung mit dem Fachbeirat ein konkreter Entwurf für einen
Flächenwidmungsplan erarbeitet und öffentlich vorgelegt.

Im Rahmen der öffentlichen Auflage dieses Entwurfs hat nun der Bezirk
eine negative Stellungnahme abgegeben.

Folgende Vorgangsweise wird nun gewählt:

• Die gemeinsam entwickelten und verabschiedeten Zielsetzungen haben
weiterhin Gültigkeit und stellen die Basis für weitere
Planungsschritte dar.
• Der laufende Architekturwettbewerb, der unter diesen
Rahmenbedingungen durchgeführt wird, wird zu Ende geführt.
• Auf Basis dieses Ergebnisses wird die ursprünglich in zwei
Schritten geplante widmungstechnische Umsetzung und in einem neuen
Widmungsverfahren über das gesamte Areals der Bevölkerung, der
Bezirksvertretung und dem Gemeinderat vorgelegt.

Ein Ergebnis des laufenden Wettbewerbs ist im April zu erwarten. Alle
weiteren beschriebenen Schritte können sodann im Anschluss
durchgeführt werden.

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