Industrie: „Tag der Elementarbildung“ ist gleichermaßen Zeichen und Signal

IV-GS Neumayer: Alle Kraft in die Elementarbildung – Reformpflöcke rasch einschlagen – Qualitätsrahmen, zweites verpflichtendes Kindergartenjahr und Tertiärisierung anpacken

Wien (OTS) - „Der heutige Tag der Elementarbildung ist Zeichen und Signal gleichermaßen. Einerseits ist er ein Zeichen, dass die Elementarbildung jenes Fundament ist, auf dem unser Bildungssystem aufbaut. Andererseits ist er ein Signal, den bildungspolitischen Fokus weiterhin und noch stärker auf diese so wichtige Bildungsphase zu legen“, so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich des heute erstmals stattfindenden österreichweiten „Tages der Elementarbildung“. „Bildung fängt lange vor der Schule an. Die Elementarpädagogik ist der erste institutionelle Ansatzpunkt zur Potenzial- und Begabungsförderung. Sie ist ein Schlüssel für Chancengerechtigkeit. Krippen und Kindergärten leisten daher wichtige Bildungsarbeit. Außerdem zahlt sich Elementarbildung im wahrsten Sinne des Wortes aus – und zwar für Kinder, Familien, Gesellschaft und Wirtschaft. Daher gilt: Alle Kraft in die Phase von 0 bis 6 Jahren“, betonte Neumayer.

Die realpolitischen Herausforderungen in der Elementarbildung – wie etwa uneinheitliche Rahmenbedingungen in den Einrichtungen – seien offensichtlich. „Die Bundesregierung hat sich zur Stärkung der Elementarbildung viel vorgenommen. Das begrüßen wir ausdrücklich. Nun müssen aber rasch die ersten konkreten Reformpflöcke eingeschlagen werden“, forderte der IV-Generalsekretär. Besonders wichtig sei die konsequente Umsetzung eines Qualitätsrahmens für alle elementarpädagogischen Einrichtungen, denn „ein Fleckerlteppich aus unterschiedlichen strukturellen, organisatorischen und pädagogischen Rahmenbedingungen spannt sich quer über Österreich. Die Qualität der Krippen und Kindergärten darf aber nicht länger vom Wohnort abhängen“. Auch die Einführung des zweiten verpflichtenden Kindergartenjahres sei ein Gebot der Stunde, um allen Kindern einen guten Start in der Schule zu ermöglichen. Und, so Neumayer abschließend: „Wir brauchen einen Qualifizierungsschub bei der Aus-und Weiterbildung. Die geplante Tertiärisierung für Leitungsfunktionen ist ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung.“

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