Becher: „Countdown für die schwarz-blaue Wohnungsnot-Politik läuft“

Analyse der Immobilienplattform ImmobilienScout24 zeigt, dass das Regierungsprogramm die Antithese zu dem ist, was Österreich jetzt braucht

Wien (OTS/SK) - Auf dem österreichischen Wohnungsmarkt zeichnet sich ein klares Bild: Während die Auswahl im hochpreisigen Mietsegment groß ist, gibt es im Bereich besonders günstiger Wohnungen einen Nachfrageüberhang, d.h., es fehlen Wohnungen in diesem Preisbereich. Gerade in diesem Segment wirken sich Wohnungen, die den Preisbildungsregeln des Mietrechtsgesetzes unterliegen, besonders preisstabilisierend aus. SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher warnt davor, dass es diese leistbaren Wohnungen durch die Vorhaben der schwarz-blauen Regierung nicht mehr geben wird, sie werden sehr viel teurer werden, wenn man, wie ÖVP und FPÖ das wollen, das Verbot von Lagezuschlägen in Gründerzeitvierteln aufhebt und die Mieten von Altbauwohnungen nach Sanierung komplett freigibt. ****

Konkrete Zahlen einer Online-Plattform vom 22. Jänner bestätigen diese Analyse: Der Großteil der Wohnungssuchenden hat 2017 Ausschau nach einem Mietverhältnis gehalten. Fast zwei Drittel (62 Prozent) der ÖsterreicherInnen suchten nach einer Wohnung mit durchschnittlich 70 Quadratmetern und zweieinhalb Zimmern, die nicht mehr als 850 Euro pro Monat kosten sollte, berichtet die Online-Plattform ImmobilienScout24, die über 15 Millionen Suchanfragen analysiert hat.

SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher: „Im Regierungsprogramm enthaltene Maßnahmen wie die Streichung des Lagezuschlagsverbots beim Wiener Altbau und die Abschaffung von Eintrittsrechten bedeuten, dass sehenden Auges der fein austarierte Wohnungsmarkt in Österreich in eine Schieflage gebracht wird. Das kann auch der soziale Wohnbau für viel Steuergeld nicht ausgleichen. Ausfinanzierte Altbauwohnungen sind als ausgleichende Macht auf dem Wohnungsmarkt wichtig.“

Ironischerweise bedeuten höhere Mieteinnahmeprognosen auch höhere Immobilienpreise, wodurch das Wahlversprechen, die Eigentumsbildung zu erleichtern, gebrochen würde, so Becher weiter. Anstatt günstigerem Eigentum für Wohnzwecke würden alleine die beiden oben genannten Maßnahmen Eigentumswohnungen um 20 Prozent teurer machen. Anstelle von Wohnraumsuchenden würden noch öfter die finanzstärkeren Käufer von Anlegerwohnungen zum Zug kommen.

Die zitierte Studie hält dazu fest: „Auf der Suche nach einer Eigentumswohnung waren 2017 nur 38 Prozent - dafür wurde allerdings im abgelaufenen Jahr mit im Schnitt rund 305.000 Euro deutlich weniger budgetiert als 2016 mit knapp 320.000 Euro.“

Ruth Becher: „Der Countdown für die schwarz-blaue Wohnungsnot-Politik läuft. Die SPÖ steht als letzte verbliebene Kraft im Parlament für einen Stopp dieser Umverteilung von der arbeitenden Bevölkerung hin zum privaten Altimmobiliengroßbesitzer.“ (Schluss) bj/wf/mp

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