- 24.01.2018, 12:14:09
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Becher: „Countdown für die schwarz-blaue Wohnungsnot-Politik läuft“
Analyse der Immobilienplattform ImmobilienScout24 zeigt, dass das Regierungsprogramm die Antithese zu dem ist, was Österreich jetzt braucht
Utl.: Analyse der Immobilienplattform ImmobilienScout24 zeigt, dass
das Regierungsprogramm die Antithese zu dem ist, was
Österreich jetzt braucht =
Wien (OTS/SK) - Auf dem österreichischen Wohnungsmarkt zeichnet sich
ein klares Bild: Während die Auswahl im hochpreisigen Mietsegment
groß ist, gibt es im Bereich besonders günstiger Wohnungen einen
Nachfrageüberhang, d.h., es fehlen Wohnungen in diesem Preisbereich.
Gerade in diesem Segment wirken sich Wohnungen, die den
Preisbildungsregeln des Mietrechtsgesetzes unterliegen, besonders
preisstabilisierend aus. SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher warnt
davor, dass es diese leistbaren Wohnungen durch die Vorhaben der
schwarz-blauen Regierung nicht mehr geben wird, sie werden sehr viel
teurer werden, wenn man, wie ÖVP und FPÖ das wollen, das Verbot von
Lagezuschlägen in Gründerzeitvierteln aufhebt und die Mieten von
Altbauwohnungen nach Sanierung komplett freigibt. ****
Konkrete Zahlen einer Online-Plattform vom 22. Jänner bestätigen
diese Analyse: Der Großteil der Wohnungssuchenden hat 2017 Ausschau
nach einem Mietverhältnis gehalten. Fast zwei Drittel (62 Prozent)
der ÖsterreicherInnen suchten nach einer Wohnung mit durchschnittlich
70 Quadratmetern und zweieinhalb Zimmern, die nicht mehr als 850 Euro
pro Monat kosten sollte, berichtet die Online-Plattform
ImmobilienScout24, die über 15 Millionen Suchanfragen analysiert hat.
SPÖ-Wohnbausprecherin Ruth Becher: „Im Regierungsprogramm enthaltene
Maßnahmen wie die Streichung des Lagezuschlagsverbots beim Wiener
Altbau und die Abschaffung von Eintrittsrechten bedeuten, dass
sehenden Auges der fein austarierte Wohnungsmarkt in Österreich in
eine Schieflage gebracht wird. Das kann auch der soziale Wohnbau für
viel Steuergeld nicht ausgleichen. Ausfinanzierte Altbauwohnungen
sind als ausgleichende Macht auf dem Wohnungsmarkt wichtig.“
Ironischerweise bedeuten höhere Mieteinnahmeprognosen auch höhere
Immobilienpreise, wodurch das Wahlversprechen, die Eigentumsbildung
zu erleichtern, gebrochen würde, so Becher weiter. Anstatt
günstigerem Eigentum für Wohnzwecke würden alleine die beiden oben
genannten Maßnahmen Eigentumswohnungen um 20 Prozent teurer machen.
Anstelle von Wohnraumsuchenden würden noch öfter die finanzstärkeren
Käufer von Anlegerwohnungen zum Zug kommen.
Die zitierte Studie hält dazu fest: „Auf der Suche nach einer
Eigentumswohnung waren 2017 nur 38 Prozent - dafür wurde allerdings
im abgelaufenen Jahr mit im Schnitt rund 305.000 Euro deutlich
weniger budgetiert als 2016 mit knapp 320.000 Euro.“
Ruth Becher: „Der Countdown für die schwarz-blaue Wohnungsnot-Politik
läuft. Die SPÖ steht als letzte verbliebene Kraft im Parlament für
einen Stopp dieser Umverteilung von der arbeitenden Bevölkerung hin
zum privaten Altimmobiliengroßbesitzer.“ (Schluss) bj/wf/mp
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