UPV-Umfrage: Mehrheit der Professorenschaft unterstützt Universitätsfinanzierung neu

73% der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten stimmen in Umfrage der kapazitätsorientierten, studierendenbezogenen Universitätsfinanzierung zu

Wien (OTS) - In einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Verbands der Professorinnen und Professoren der österreichischen Universitäten (UPV) unter den 2059 Professorinnen und Professoren zur Lage von Forschung und Lehre stimmten 73% der Aussage zu, dass die geplante Hochschulfinanzierung-neu einschließlich der Studienplatzfinanzierung ein wichtiger und notwendiger Reformschritt ist.

Ein erster Gesetzesentwurf für die Neuregelung der Finanzierung der Universitäten war bereits bis Mitte September letzten Jahres zur Begutachtung ausgesandt und vom UPV nachdrücklich begrüßt worden. Der Entwurf für die entsprechenden Änderungen des Universitätsgesetzes liegt nun der Regierung vor und soll noch vor Ende des Monats im Ministerrat verabschiedet werden.

Ein Problem stellt ohne Zweifel in einer Reihe von Fächern die Relation der Kapazitäten der Universitäten zu den Studieninteressierten dar. Diskutiert werden dazu die Möglichkeiten von Prüfungen im Verlauf der ersten beiden Semester oder vor Beginn des Studiums. Der UPV hat sich hier immer für eine kombinierte Lösung mit fachlichen Prüfungen im ersten oder zweiten Semester und nur der Prüfung von grundlegenden Kompetenzen vor Studienbeginn ausgesprochen. Letzteres sollte idealerweise die Matura leisten. Voraussetzung für den Erfolg einer derartigen Lösung ist, dass in den ersten Semestern ein „reguläres“ Studium möglich ist, was – wenn tausende Studierende auf wenige Lehrende kommen – nicht der Fall ist.

„Die Umsetzung der kapazitätsorientierten Universitätsfinanzierung ist jetzt dringend notwendig, um ein qualitätsorientiertes Studium zu ermöglichen und um die zur Verfügung stehenden Finanzmittel effektiv einzusetzen“, betont Bernhard Keppler, Vorsitzender des Verbandes.

Weitere Ergebnisse der Studie, die alle österreichischen Universitäten mit Ausnahme der Kunstuniversitäten und Privatuniversitäten umfasst, werden in den kommenden Wochen veröffentlicht.

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