• 22.01.2018, 15:21:27
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  • OTS0147

Industrie: Zielrichtung Deutschförderung stimmt

IV-GS Neumayer: Deutschförderung notwendig für gelingende Integration – Autonomie nicht beschneiden – Operative Fragen klären – Alle Kraft in die Phase von 0 bis 6 Jahren

Utl.: IV-GS Neumayer: Deutschförderung notwendig für gelingende
Integration – Autonomie nicht beschneiden – Operative Fragen
klären – Alle Kraft in die Phase von 0 bis 6 Jahren =

Wien (OTS) - „Dass die Bundesregierung den Fokus auf das Beherrschen
der Unterrichtssprache Deutsch legt, ist richtig und wichtig. Die
Zielrichtung stimmt“, so Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), anlässlich des heute von
Bundesminister Heinz Faßmann vorgestellten Konzepts der
Deutschförderklassen. „Mehrsprachigkeit ist Realität in unserer
Gesellschaft und damit auch in unseren Bildungseinrichtungen. Das ist
wertzuschätzen, anzuerkennen und zu fördern. Gleichzeitig braucht es
aber auch eine gezielte und verstärkte Förderung der
Unterrichtssprache Deutsch“, so Neumayer weiter. Denn letztendlich
sei das Beherrschen der deutschen Sprache nicht nur im Interesse der
betroffenen Kinder, die dem Regelunterricht besser folgen können. Es
sei auch im Sinne der Pädagoginnen und Pädagogen und wäre überdies
eine grundlegende, unentbehrliche Basis für jede gelungene
Integration. Ein konkreter Gesetzesentwurf solle laut Neumayer nun so
bald wie möglich vorgelegt werden, um operative, ressourcentechnische
und finanzielle Fragen klären und diskutieren zu können.

„Wichtig ist uns, dass mit den Deutschförderklassen die Autonomie der
Schulen nicht beschränkt wird. Man sollte das Thema auch nicht zu
restriktiv angehen, die Einschätzung am Standort berücksichtigen und
integrativen Unterricht im Regelklassenverband zulassen, wenn sich
ein Standort das zutraut“, betonte Neumayer. Und auch die Frage, in
welchem Klassenverband die betroffenen Kinder tatsächlich „verortet“
würden und sich zugehörig fühlen, sei wesentlich. Bei der konkreten
Ausgestaltung sei für die IV jedenfalls zentral, die Themen Sprache
und Deutscherwerb durchgängig zu denken. „Es braucht ein
strukturiertes und nachhaltiges Sprachbildungs- und
Sprachförderkonzept, welches sich wie ein roter Faden vom
Kindergarten über alle Bildungsstufen und bis zum Ende der
Schullaufbahn zieht“, so der IV-Generalsekretär, der abschließend
hervorhob: „Grundsätzlich gilt für uns: alle Kraft in die Phase von 0
bis 6 Jahren, Investitionen und Ressourcen in den Elementarbereich
und etwaige Sprachprobleme dort spielerisch beheben. Dann werden
eigene Deutschförderklassen irgendwann obsolet.“

Weitere Informationen: www.iv.at/medien

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