„kulturMontag“: 650 Jahre ÖNB, Syrische Theatergeschichten von Turrini und Amir, Österreichs Grammy-Juror im Porträt

Außerdem: Dokumentation über „Die Florence Foster Jenkins Story“

Wien (OTS) - Martin Traxl präsentiert den „kulturMontag“ am 22. Jänner 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2, der anlässlich des 650-Jahr-Jubiläums der Österreichischen Nationalbibliothek hinter die Kulissen der ehrwürdigen Institution blickt. Studiogast ist Generaldirektorin Johanna Rachinger. Weiters berichtet die Sendung über drei neue Stücke, die syrische Flüchtlingsgeschichten auf heimischen Bühnen erzählen, so u. a. Peter Turrinis „Fremdenzimmer“, das demnächst Premiere in der Josefstadt feiert. Und: Österreichs Grammy-Juror und Musiker Eric Spitzer-Marlyn im Porträt. Anschließend an das Magazin steht die „Die Florence Foster Jenkins Story“ (ab 23.15 Uhr) auf dem Programm – eine Spieldokumentation über die beste schlechteste Opernsängerin der Welt, die hier von Opernstar Joyce DiDonato verkörpert wird. Im Vorjahr war Meryl Streep für ihre Darstellung der exzentrischen, singenden Milliardärin im Hollywood-Bio-Pic von Stephen Frears Oscar-nominiert.

Das Gedächtnis Österreichs: 650 Jahre ÖNB – Generaldirektorin Johanna Rachinger live im Studio

Sie ist eine der wichtigsten und ältesten Bibliotheken Europas, eine „Schatzkammer des Wissens", wie auch der Titel der Jubiläumsausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek zu ihrem 650-jährigen Bestehen lautet. In den Archiven der ehrwürdigen Institution sind Kostbarkeiten quer durch alle Medien gesammelt – in Summe 12 Millionen Objekte, davon zählen acht zum UNSECO-Weltdokumentenerbe. Sie alle zeugen auch von der wechselvollen Geschichte Österreichs: von den Hofbibliotheken der Habsburger-Kaiser, die sich mit Sammlungen und Prunksälen zu schmücken wussten, über die Erste Republik und die finsteren Zeiten des Nationalsozialismus bis ins Digitale Zeitalter. Der „kulturMontag“ beleuchtet die Geschichte der ÖNB – und damit auch die Geschichte der Demokratisierung des Wissens in Österreich. Dazu live im Studio: Generaldirektorin Johanna Rachinger.

Syrische Flüchtlingsgeschichten auf den heimischen Theaterbühnen

Am 25. Jänner feiert Peter Turrinis jüngstes Werk „Fremdenzimmer“ – ein Stück über ein Paar, das einen syrischen Flüchtling aufnimmt – seine Uraufführung am Theater in der Josefstadt, wenige Tage später kommt es auch auf die „Neue Bühne Villach“. Gustl, der frühpensionierte Briefträger, gespielt von Erwin Steinhauer, und die Mindestpensionistin Herta, verkörpert von Ulli Maier, geben völlig ungeniert ausländerfeindliche Äußerungen von sich.
Zwei Stücke des syrisch-kurdischen Autors Ibrahim Amir, der selbst Flüchtling war, sind derzeit bereits auf Wiener Bühnen zu sehen:
„Heimkehr“ im Volx/Margareten (seit 5. Jänner) und „Homohalal“ im Werk X (seit 18. Jänner). Wie sehen die Österreicher Menschen aus Syrien – und wie zeichnet ein Syrer seine Landsleute? Wie gehen wir mit „Fremden“ – wie die „Fremden“ mit dem „Fremd Sein“ um? Der „kulturMontag“ berichtet über die politischen Komödien.

Österreichs Mann in New York – Der Musiker und Grammy-Juror Eric Spitzer-Marlyn im Porträt

Wenn am 28. Jänner in New York wieder die begehrten Grammys vergeben werden, dann ist auch ein Musiker aus dem Waldviertel dabei: Eric Spitzer-Marlyn ist bereits zum zweiten Mal Mitglied der Jury. Den Umgang mit den ganz Großen des Pop ist der Sänger und Gitarrist gewohnt: Er schrieb Songs für Roger Whittaker, stand mit Carlos Santana auf der Bühne, machte Videos für ABBA und Falco und war mit John Lennon befreundet. Heute arbeitet er als Sound-Designer für Spielfilme und macht immer noch Musik. Der „kulturMontag“ hat Eric Spitzer-Marlyn in Altenburg bei Horn besucht.

Kulturdokumentation „Die Florence Foster Jenkins Story“

Sie war die schlechteste Sängerin der Welt, doch diesen Titel verteidigt Florence Foster Jenkins bis heute. Mit ihrem legendären Auftritt in der Carnegie Hall brach die US-Amerikanerin alle Rekorde. Denn eines ist sicher: Viele können nicht singen, doch „so“ nicht singen konnte nur die Foster Jenkins! Aber wie wurde aus einer selbsternannten Opernsängerin, deren Untauglichkeit Grauen oder bestenfalls Heiterkeit erregt, ein populäres Phänomen? Waren es ihre verrückten Kostüme? Oder ihr Geld? Zweifellos steckt mehr dahinter als schriller Gesang: Es ist die wahrhaft filmreife Story einer Rebellin und Exzentrikerin, die obendrein ein dunkles Geheimnis zu hüten hatte. Ralf Plegers Spieldokumentation mit Opernstar Joyce DiDonato in der Rolle der exzentrischen Milliardärin schildert die Geschichte der besten schlechtesten Sängerin der Welt und den Triumph einer Versagerin über die Mittelmäßigkeit.

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