AktionsGemeinschaft: Berufstätige Studierende unterstützen, nicht bestrafen

Wien (OTS) - Wissenschaftsminister Faßmann hat beschlossen, den auslaufenden Paragraphen 92 des Universitätsgesetzes nicht mittels Novelle zu „reparieren“, was für erwerbstätige Studierende bedeutet, in Zukunft nicht mehr von Studiengebühren befreit zu sein. AG-Bundesobmann Dominik Ramusch meint dazu: “Für uns stellt dies eine grobe Benachteiligung jener Studierenden dar, die neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Viele suchen sich das nicht aus, sondern sind finanziell gar nicht anders in der Lage ein Studium mit allen anfallenden Kostenstellen wie beispielsweise hohe Mieten, teure Bücher und Lebensmittel zu bewältigen. Diese Personen dann auch noch zusätzlich mit dem Studienbeitrag dafür zu “bestrafen”, fleißig zu sein, finden wir nicht richtig.”

Auch AG Klubobmann Fabian Stütz kann die Entscheidung des Wissenschaftsministers nicht nachvollziehen: “Die AG hat die Problematik bereits früh erkannt und in diesem Semester in der ersten Sitzung der ÖH-Bundesvertretung einen Antrag auf Einberufung einer Arbeitsgruppe zum Paragraphen 92 UG eingebracht. Im Zuge dieser Arbeitsgruppe wurde, gemeinsam mit allen Fraktionen und rechtlichen Experten, eine Reperatur erarbeitet und dem Ministerium vorgelegt. Dass diese nun nicht umgesetzt wird, können wir nicht nachvollziehen. Auf der einen Seite zahlen berufstätige Studierende während des Studiums durch Abgaben in das System ein und auf der anderen Seite zahlen sie nach dem Abschluss, im Sinne einer Kreislauffinanzierung, wieder ein. Wir fordern die Bundesregierung daher auf, den Paragraphen 92 mittels der ohnehin bereits ausgearbeiteten Reparatur schnellstmöglich zu novellieren.”

“Es geht dabei auch um Gerechtigkeit. Wenn Studierende neben dem Studium arbeiten ist das eine Leistung, die man anerkennen muss und nicht bestrafen darf - auch wenn das Studium dadurch etwas länger dauert”, schließt Bundesobmann Ramusch ab.

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