GPA-djp-Hofer: „Ein lautes Nein zu Studiengebühren für Berufstätige!“

Die Welt besteht nicht nur aus den Kindern reicher Eltern

Wien (OTS) - Ab Herbst 2018 müssen erwerbstätige Langzeitstudierende Studiengebühren zahlen. Grund dafür ist ein Fehler im Gesetz, das Berufstätige unter bestimmten Voraussetzungen von der Gebühr befreit. Der Verfassungsgerichtshof hatte zwar bis zum Ende des Sommersemesters eine Frist gesetzt, um das Gesetz zu korrigieren, im Wissenschaftsministerium entschied man sich aber dafür, die Gebührenbefreiung wegen Erwerbstätigkeit auslaufen lassen. „Ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen“, kritisiert Susanne Hofer, gf. Bundesjugendvorsitzende der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier): „Das Aus für diese Befreiung wäre eine massive Verschlechterung für arbeitende Studierende, die dann unter einer dreifachen Belastung leiden würden: Studium, Arbeit und Studiengebühren. Als Jugend lehnen wir Studiengebühren generell ab, besonders für Menschen, die neben dem Studium arbeiten.“
 
Studierende arbeiten nicht aus Jux und Tollerei oder Langeweile, sondern weil sie sich sonst ihr Leben nicht leisten könnten, erinnert Hofer an die Studierenden-Sozialerhebung des IHS: „Die Welt besteht nicht nur aus den Kindern reicher Eltern, die sich ihre Studiengebühr vom Taschengeld leisten können. Für mehr als 60 Prozent der Studierenden, quer durch alle sozialen Schichten, gibt es keine Alternative als regelmäßige oder gelegentliche Erwerbstätigkeit. Die Erhebung beweist außerdem klar: Je niedriger der formale Bildungsgrad der Eltern, desto mehr arbeiten ihre Kinder während der Ausbildung. Ein klarer Auftrag für jeden verantwortungsvollen Politiker, diese Ausnahme nicht zu stoppen – ein lautes Nein zu Studiengebühren für Berufstätige!“

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