Wider die Vernunft, wider das Wissen, wider die Menschenrechte

Das Regierungsprogramm ist mit dem internationalen sprachwissenschaftlichen Forschungsstand nicht vereinbar, stellen Expertinnen fest.

Wien (OTS) - Nach den verbalen Fehltritten von Regierungsmitgliedern und der ausgebliebenen öffentlichen Distanzierung der Bundesregierung melden sich jetzt LinguistInnen zu weiteren Sprachthemen zu Wort.

Die Sprachwissenschaftlerin Eva Vetter, Vorsitzende des Verbands für Angewandte Linguistik Österreich, weist unter anderem die geplante Festschreibung von bestimmten Deutschkenntnissen als Schulreifekriterium und die damit verbundene Rückstellung von Kindern, die diesen Kriterien zunächst anscheinend nicht genügen, zurück. Vetter: "Wenn man ständig betont, dass Sprachkenntnisse die Voraussetzung für Integration sind, übersieht man, dass dies auch umgekehrt gilt: Integration schafft Sprachlernmöglichkeiten und diese sind die Voraussetzung für die Entwicklung von Sprachkenntnissen."

Alle Maßnahmen zur Trennung von Menschen, insbesondere Kindern, ausgehend von ihren Sprachkenntnissen, sind daher abzulehnen.

Die Expertinnen und Experten der angewandten Sprachwissenschaft bringen ihre Kritikpunkte an Inhalt und Form der Politik in einer Stellungnahme auf den Punkt (siehe www.verbal.at).

Rückfragen & Kontakt:

Verband für Angewandte Linguistik (verbal).
Univ. Prof. Mag. Dr. Eva Vetter, eva.vetter@univie.ac.at
Tel: 0650/7230023

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