• 14.01.2018, 18:08:36
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LH Mikl-Leitner übergab erstmals „Vorsorgepreis europäischer Regionen“

„Vorsorgegedanken weit in die Gemeinden und Städte, Betriebe und Schulen, aber auch in die anderen Bundesländer und Regionen Europas hinaustragen“

Utl.: „Vorsorgegedanken weit in die Gemeinden und Städte, Betriebe
und Schulen, aber auch in die anderen Bundesländer und
Regionen Europas hinaustragen“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Auditorium Grafenegg fand heute, Sonntag,
zum bereits siebenten Mal die Vergabe des Vorsorgepreises statt. Die
Auszeichnung wurde von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und
Landesrat Ludwig Schleritzko österreich- und niederösterreichweit in
den Kategorien Gemeinden/Städte, Betriebe und Bildungseinrichtungen
vergeben. Erstmals vergeben wurde heuer der „Vorsorgepreis
europäischer Regionen“, dieser geht in die Niederlande: Die Stadt
Roermond holte sich mit „Dementievriendelijk Roermond“, einem Projekt
zur Unterstützung demenzkranker Menschen, den Sieg. Der Preis in der
Höhe von 5.000 Euro wurde von der Flughafen Wien-AG gesponsert. Neben
dem Preisgeld erhielten alle Gewinner außerdem eine Trophäe in Form
der griechischen Gesundheitsgöttin „Hygieia“

„Wenn so viele Menschen an einem Sonntag-Nachmittag zusammenkommen,
muss es wirklich ein wichtiges und spannendes Thema sein“, führte
Landeshauptfrau Mikl-Leitner in ihrer Festrede aus, dass das Thema
Gesundheit ein solches sei. Heute sei ein besonderer Anlass, denn es
werde zum ersten Mal der Vorsorgepreis europäischer Regionen
vergeben, betonte Mikl-Leitner, dass sie stolz darauf sei, „dass
diese Initiative von Niederösterreich ausgeht und im Herzen Europas
verliehen wird“.

Dass das Thema Gesundheit im Bundesland Niederösterreich wichtig sei,
könne man im Landesbudget ablesen, hielt die Landeshauptfrau fest,
dass 50 Prozent der Ausgaben für die Gesundheit und Pflege reserviert
seien, d.h. 4,4 Milliarden Euro pro Jahr. „Wir sehen es als unsere
Aufgabe, die besten Rahmenbedingungen für eine effiziente und
flächendeckende Gesundheitsversorgung zu ermöglichen“, führte
Mikl-Leitner aus, dass man das in Niederösterreich mit den
Landeskliniken über die Pflegeheime bis hin zur flächendeckenden
Hospiz- und Palliativversorgung mache.

Mit 27 Klinikstandorten in Niederösterreich sei man „der größte
Gesundheitsanbieter Österreichs und das auf internationalem Niveau“,
führte die Landeshauptfrau aus, dass es Grundversorgungs- und
Schwerpunkthäuser gebe. Ein wichtiger Bestandteil sei auch der
niedergelassene Bereich und hier sei ihr besonders wichtig, dass auch
im ländlichen Raum die ärztliche Versorgung garantiert werden könne.
In den ländlichen Regionen gebe es die Sorge, dass die Landärzte
ausgehen könnten, diese Sorge sei für sie, „ein ganz klarer Auftrag
zu reagieren“, informierte Mikl-Leitner, dass man daher mit der
Initiative Landarzt Niederösterreich ein Maßnahmenpaket geschnürt
habe, „um die Versorgung mit Landärzten in allen Regionen unseres
Landes zu garantieren und die Arbeit als Landarzt attraktiver zu
machen“.

Neben der Gesundheitsversorgung lege man in Niederösterreich einen
Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung und Prävention, betonte die
Landeshauptfrau, dass diese „eine ganz entscheidende Säule in unserer
Gesundheitspolitik“ seien. Derzeit würden die Niederösterreicherinnen
und Niederösterreicher 65 Jahre in Gesundheit verbringen, Ziel sei
aber, dass die Menschen wesentlich länger in Gesundheit leben
könnten, führte Mik-Leitner aus, dass man die Menschen dabei mit
Initiativen, etwa mit „Tut gut!“ unterstütze. Mit dem Vorsorgepreis
wolle man „den Vorsorgegedanken weit in die Gemeinden und Städte,
Betriebe und Schulen, aber auch in die anderen Bundesländer und
Regionen Europas hinaustragen“, so Mikl-Leitner.

Mit dem Vorsorgepreis wolle man „das Bewusstsein schärfen und
stärken“: „Jede und jeder kann für sich selber Verantwortung
übernehmen und einen Beitrag leisten“, informierte die
Landeshauptfrau, dass man weiters Best-Practice-Beispiele vor den
Vorhang holen wolle – Projekte, „die Pate stehen für weitere
Initiativen“. „Und zum Dritten wollen wir auch von anderen Regionen
lernen“, hob Mikl-Leitner die Wichtigkeit des regionsübergreifenden
Austausches hervor. Der Vorsorgepreis sei eine Erfolgsgeschichte,
betonte Mikl-Leitner, dass man den Vorsorgegedanken weiter
hinaustragen wolle.

„Wir wissen, dass wir immer älter werden, aber dass wir im Alter
nicht unbedingt gesünder werden“, hielt Landesrat Schleritzko fest,
dass Gesundheitsvorsorge ein wichtiges Thema sei und in
Niederösterreich einen großen Stellenwert habe. Wichtige Bausteine
für mehr Lebensjahr in guter Gesundheit seien „Bewegung, Ernährung
und mentale Gesundheit“, dafür leiste die Initiative „Tut gut!“ einen
wichtigen Beitrag, betonte Schleritzko, dass Niederösterreich
Vorreiter sei, „wenn es um Gesundheitsvorsorge in der Bevölkerung
geht“.

Für den Vorsorgepreis europäischer Regionen wurden im Vorfeld drei
nominierte Finalisten von einer internationalen Jury bestehend aus
Prof. Dr. Helmut Brand, Michael Dejozé, Dr. med. Karl-Heinz Feldhoff
und Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, MPH ausgewählt. Feldhoff hob
die Bedeutung des Vorsorgepreises als „Idee, Europa zu gestalten“
hervor und, dass man diese Ideen, die damit ausgezeichnet werden, in
andere Regionen übertragen könne. Beteiligt am Vorsorgepreis
europäischer Regionen hätten sich Italien, Frankreich, Belgien,
Deutschland und die Niederlande.

18 Finalisten waren vor der heutigen Preisverleihung für den
siebenten Vorsorgepreis nominiert worden, sechs Siegerprojekte wurden
heute gekürt und erhielten ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro und
eine „Hygienia“-Trophäe. Ausgewählt wurden die Projekte durch eine
hochkarätig besetzte Jury bestehend aus Prof. Dr. Andrea
Dungl-Zauner, MR Dr. Gabriele Freynhofer, MR Dr. Johann Jäger, Prof.
Dr. Rotraud Perner, MTh, Prim. Dr. Johannes Püspök, Univ.-Prof. Dr.
Anita Rieder, Mag. Dr. Klaus Ropin, Mag. Hanni Rützler und Mag. Dr.
Werner Schwarz. Dungl-Zauner erzählte im Gespräch mit Moderatorin
Vera Russwurm, dass der Trend in Richtung Integrationsprojekte gehe,
„wo junge und alte Menschen zusammenwirken“. Perner sagte, dass sie
sich in der Gesellschaft, etwa auch auf Plakaten, mehr
gesundheitsfördernde Bilder wünsche. Und Ropin hielt fest, dass es
heuer „so viele und tolle Einreichungen“ gegeben habe, entscheidend
seien u.a. vor allem die Innovationskraft, der Modellcharakter und
die Zielgruppenerreichung gewesen.

Der österreichische Vorsorgepreis in der Kategorie „Gemeinden/Städte“
(Sponsor: HYPO NOE) ging an das niederösterreichische Projekt
„MahlZeit – gemeinsam essen, reden, lachen“, ein Projekt der ARGE
Senioren Mobil im Waldviertel, welches die Vernetzung älterer
Menschen im dünn besiedelten ländlichen Raum fördert. Den
niederösterreichischen Vorsorgepreis in dieser Kategorie (Sponsor:
Niederösterreichische Versicherung) gewann das Projekt „Essbares
Waidhofen an der Thaya“, ein Projekt der Arbeitsgruppe der Gesunden
Gemeinde Waidhofen an der Thaya, bei dem öffentliche Plätze als Orte
gesunder Ernährung, Bewegung und generationenübergreifender Begegnung
geschaffen werden.

In der Kategorie „Betriebe“ setzte sich das betriebliche
Gesundheitsförderungsprojekt „Cabin ready for Health“ von Austrian
Airlines für den österreichischen Vorsorgepreis durch (Sponsor: NÖ
Gebietskrankenkasse). Den niederösterreichischen Vorsorgepreis in der
Kategorie (Sponsor: VAMED) gewann das Projekt „Gesundheit führt!
Führungskräfte als Schlüssel nachhaltiger Betrieblicher
Gesundheitsförderung“ der NÖ Gebietskrankenkasse.

Der österreichische Vorsorgepreis in der Kategorie
„Bildungseinrichtungen“ (Sponsoren: EVN und InMEDiG) ging an das
Projekt „MOOVE“ der Neuen NÖ Mittelschule Schrems. Dabei werden
Schülerinnen und Schüler angeregt, ihre Freizeit gesund und in der
Region mit Bewegung zu verbringen. Den niederösterreichischen
Vorsorgepreis in dieser Kategorie (Sponsor: „Beste Gesundheit) gewann
die Organisation „Wealth Health Project“ mit dem Projekt „I love my
heart! – Herzgesundheit = LIFESTYLE & PRÄVENTION“ zur persönlichen
Lifestyle-Optimierung an Volksschulen.

Der Vorsorgepreis der Initiative „Tut gut!“ holt die kreativsten,
nachhaltigsten und innovativsten Vorsorgeprojekte aus ganz Österreich
und heuer erstmals auch aus europäischen Regionen vor den Vorhang.
Seit 2008 wurden mehr als 1.600 Projekte aus ganz Österreich
eingereicht. Davon wurden bis dato die besten 54 Projekte mit dem
Vorsorgepreis ausgezeichnet.

Nähere Informationen: Initiative „Tut gut!“, Thomas Klemm,
Bakk.Komm., Mobil 0676/858 72 34 200, E-Mail
[email protected], www.vorsorgepreis.at

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