Nein zu Studiengebühren, Unterstützung #lernegerne

Linz (OTS) - Studiengebühren flächendeckend einzuführen und 500 Euro oder mehr als ,,moderate Beiträge’’ zu bezeichnen, stellen nicht nur eine Verschlechterung des Studienstandorts Österreich dar, sondern sind eine Verhöhnung der Studierenden. Zudem wird es auch dem Ziel die Akademikerquote zu heben, abträglich sein.

Von der ÖH der PHOÖ werden diese geplanten Studiengebühren nicht nur abgelehnt, sie laufen sämtlichen Bemühungen des offenen Hochschulzugangs zuwider.

Als Folge wird sich abzeichnen, dass wie bereits auch 2001 die Zahl der Studierenden zurückgehen wird. Die soziale Durchmischung wird weiter sinken und der wirtschaftliche Background der Eltern noch verstärkt zählen.

Viele Studierende an der PHOÖ sind berufstätig oder haben Betreuungspflichten. Eine Studienverzögerung wird so für viele unumgänglich.

,,Das Recht auf Bildung schließt für mich ein, dass Bildung für alle frei zugänglich sein muss, um Chancengeichheit zu ermöglichen’’, sagt Sophia Reiter ÖH-Vorsitzende der PHOÖ.

Nicht nur die Einschränkung des offenen Hochschulzugangs wird abgelehnt, auch viele Ideen im Bildungsbereich werden kritisch von zukünftigen Lehrerinnen und Lehrern gesehen.

,,Hier möchten wir auf die Initiative #lernegerne hinweisen, die wichtige Impulse liefert und individuelle Erfolgserlebnisse in Lernprozessen abbildet’’, erklärt die Bildungspolitikreferentin der ÖH der PHOÖ Katharina Harrer. Diese Aktion zeigt, dass in unterschiedlichen Lebens- aber auch Arbeitsbereichen freiwillig sehr vieles gelernt wird. Diese Bandbreite können Noten nicht mal ansatzweise erreichen. Die von der Regierung als ,,Notenwahrheit’’ betitelte Pflicht zur starren Schulnotengebung und auch der Begriff ,,Sonderschulwesen’’ spiegeln hingegen keine moderne Bildungspolitik wider.

Warum darf die Regierung von uns Lehramtsstudierenden mehr Verständnis für Studiengebühren erwarten, als wir uns von ihnen Engagement für eine progressive Bildungspolitik?

Die ÖH der PHOÖ fordert alle Interessierten auf, an der Demo ,,Neujahrsempfang’’ in Wien teilzunehmen.

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Hochschulvertretung der Pädagogischen Hochschule OÖ
Katharina Harrer, Sophia Reiter
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