„dokFilm“-Premiere „Bei Tag und bei Nacht – Ein Landarzt aus Kärnten“

Bewegendes Filmporträt einer Region und ihrer Menschen – am 7. Jänner um 22.00 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Bevor am 17. Jänner 2018 die Erfolgsserie „Der Bergdoktor“ im ORF in ihre bereits elfte Staffel startet, wirft der „dokFilm“ am Sonntag, dem 7. Jänner 2018, um 22.00 Uhr in ORF 2 einen dokumentarischen Blick auf die anspruchsvolle Arbeit eines realen Landarztes. Der von Regisseur Hans Andreas Guttner gestaltete und vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Film „Bei Tag und bei Nacht – Ein Landarzt aus Kärnten“ erkundet die Welt eines „Bergdoktors“, abseits von fiktionalen TV-Serien oder Arztromanen. Protagonist ist der Bruder des Filmemachers, Martin Guttner – Arzt von Oberdrauburg und wichtiger Ansprechpartner in einer authentischen bäuerlichen Lebenswelt. Trotz aller Vitalität und Solidarität hat diese ländliche Kultur wenig Zukunft. Über ihrem Leben liegt die Melancholie des Verlustes, dem die Oberdrauburger mit viel Humor begegnen. So webt der 2016 produzierte Dokumentarfilm aus dem Alltag des Bergdoktors und der Lebenswelt seiner Patienten das musikalische, emotional und ästhetisch reichhaltige Porträt einer Region und ihrer Menschen.

Mehr zum Inhalt:

Vor dem Hintergrund der grandiosen Landschaft der Gailtaler Alpen und Lienzer Dolomiten zeigt Regisseur Hans Andreas Guttner die intime Welt seines Bruders Martin und dessen Patienten. In seinem entlegenen Kosmos, inmitten von Bergen, erfüllt der „Bauerndoktor“ gleich mehrere Funktionen. Er ist Mediziner, Seelsorger und Dorfautorität zugleich. Seine Ordination ist kommunikatives Zentrum, er selbst ist sozialer Katalysator eines ländlichen Mikrokosmos, einer Welt, die teilweise noch in Ordnung zu sein scheint. Dabei schildert der Film keine künstliche Idylle, zu sehr sind Verluste und Defizite sichtbar.

Viele Bergbauern können sich trotz Förderung kaum noch auf dem Markt behaupten, weil sie der Globalisierung außer ihrer hartnäckigen Existenz wenig entgegensetzen können. Die meisten von ihnen sind Nebenerwerbsbauern, die mit ihren Zweit- und Drittberufen versuchen, den bäuerlichen Betrieb, der seit Generationen identitätsstiftend ist, zu erhalten. Dort, wo die Steilheit der Hänge sich als nicht geeignet für eine agroindustrielle Nutzung erwies, hat sich mit Abstrichen ein bäuerliches Leben erhalten, wie es sonst sehr selten geworden ist.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0012