- 04.01.2018, 12:06:26
- /
- OTS0052
„dokFilm“-Premiere „Bei Tag und bei Nacht – Ein Landarzt aus Kärnten“
Bewegendes Filmporträt einer Region und ihrer Menschen – am 7. Jänner um 22.00 Uhr in ORF 2
Utl.: Bewegendes Filmporträt einer Region und ihrer Menschen – am 7.
Jänner um 22.00 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Bevor am 17. Jänner 2018 die Erfolgsserie „Der
Bergdoktor“ im ORF in ihre bereits elfte Staffel startet, wirft der
„dokFilm“ am Sonntag, dem 7. Jänner 2018, um 22.00 Uhr in ORF 2 einen
dokumentarischen Blick auf die anspruchsvolle Arbeit eines realen
Landarztes. Der von Regisseur Hans Andreas Guttner gestaltete und vom
ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Film „Bei Tag
und bei Nacht – Ein Landarzt aus Kärnten“ erkundet die Welt eines
„Bergdoktors“, abseits von fiktionalen TV-Serien oder Arztromanen.
Protagonist ist der Bruder des Filmemachers, Martin Guttner – Arzt
von Oberdrauburg und wichtiger Ansprechpartner in einer authentischen
bäuerlichen Lebenswelt. Trotz aller Vitalität und Solidarität hat
diese ländliche Kultur wenig Zukunft. Über ihrem Leben liegt die
Melancholie des Verlustes, dem die Oberdrauburger mit viel Humor
begegnen. So webt der 2016 produzierte Dokumentarfilm aus dem Alltag
des Bergdoktors und der Lebenswelt seiner Patienten das musikalische,
emotional und ästhetisch reichhaltige Porträt einer Region und ihrer
Menschen.
Mehr zum Inhalt:
Vor dem Hintergrund der grandiosen Landschaft der Gailtaler Alpen und
Lienzer Dolomiten zeigt Regisseur Hans Andreas Guttner die intime
Welt seines Bruders Martin und dessen Patienten. In seinem entlegenen
Kosmos, inmitten von Bergen, erfüllt der „Bauerndoktor“ gleich
mehrere Funktionen. Er ist Mediziner, Seelsorger und Dorfautorität
zugleich. Seine Ordination ist kommunikatives Zentrum, er selbst ist
sozialer Katalysator eines ländlichen Mikrokosmos, einer Welt, die
teilweise noch in Ordnung zu sein scheint. Dabei schildert der Film
keine künstliche Idylle, zu sehr sind Verluste und Defizite sichtbar.
Viele Bergbauern können sich trotz Förderung kaum noch auf dem Markt
behaupten, weil sie der Globalisierung außer ihrer hartnäckigen
Existenz wenig entgegensetzen können. Die meisten von ihnen sind
Nebenerwerbsbauern, die mit ihren Zweit- und Drittberufen versuchen,
den bäuerlichen Betrieb, der seit Generationen identitätsstiftend
ist, zu erhalten. Dort, wo die Steilheit der Hänge sich als nicht
geeignet für eine agroindustrielle Nutzung erwies, hat sich mit
Abstrichen ein bäuerliches Leben erhalten, wie es sonst sehr selten
geworden ist.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






