• 02.01.2018, 14:21:47
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  • OTS0084

Schnabl: „Am Abend wird der Faule fleißig!“

Vorgestellte Maßnahmen im Bereich der Gesundheit grundsätzlich begrüßenswert, jedoch ein unausgegorener, nicht weit genug reichender Vorschlag

Utl.: Vorgestellte Maßnahmen im Bereich der Gesundheit grundsätzlich
begrüßenswert, jedoch ein unausgegorener, nicht weit genug
reichender Vorschlag =

St. Pölten (OTS) - „Guten Morgen“, sei der erste Gedanke zur
reichlich späten Reaktion von LH Mikl-Leitner auf den seit Jahren
evidenten, heraufdräuenden Ärztemangel. Im Übrigen gehe, so
Gesundheits-Landesrat Franz Schnabl, „die Schnellschuss-Initiative am
grundsätzlichen Problem vorbei. Im Bereich der Kinderärzte ist die
Herausforderung eine noch viel größere und überdies hausgemacht und
das Versäumnis der ausbildenden Spitäler.“ Dort schaue man
augenscheinlich weg. Dies zeige die dringende Notwendigkeit, dass
endlich auch eine zweite Meinung gehört wird in Niederösterreich,
anstatt die erstbeste Lösung zu wählen.

Außerdem wäre es von zentraler Bedeutung die – von der ÖVP
abgeschafften - Gemeindeärzte wiedereinzuführen. Diese Maßnahme würde
zu einer massiven Stärkung der Bindung in den Regionen und damit
verbunden zu einer Attraktivierung des Berufes des
Allgemeinmediziners führen. Dringend fordert die SPÖ NÖ auch die
Sicherstellung der Kofinanzierung zur Primärversorgung, die für die
NiederösterreicherInnen Medizin-Kompetenzzentren in den Regionen
schafft.

„Wer ist stets für die Reglementierung von Studienplätzen und die
Zugangshürde ‚Studiengebühren‘ eingetreten?“, stellt Schnabl eine der
wichtigsten Fragen in diesem Zusammenhang in den Raum: „Die ÖVP war
es die auf die Medizin-Quote gedrängt hat, die nun dazu führt, dass
zu wenige Mediziner, die sich auch in Österreich niederlassen, das
Studium absolvieren. Wir brauchen mehr Geld und Studienplätze auf den
öffentlichen Universitäten – um die Zukunft unseres Landes ausbilden
zu können.“ Gerade das aktuelle Regierungsprogramm von Mikl-Leitners
Vorsitzenden Kurz zeige, dass die Zeichen der Zeit nicht erkannt
wurden und man derzeit in allen Bereichen Rückschritte setzt. Dort
werden durch Schwarz-Blau sogar massiv Mittel aus dem
Gesundheitswesen gekürzt – Johanna Mikl-Leitner sei daher alles
andere als glaubwürdig, wenn es darum gehe beste Voraussetzungen für
die MedizinerInnen zu schaffen.

Abschließend verlangt die SPÖ NÖ auch ein Bekenntnis von LH
Mikl-Leitner zu den NÖGKK-Standorten in den Regionen, die die Nähe zu
den PatientInnen gewährleisten und jedem/r NiederösterreicherIn
niederschwelliges Service bieten. Schnabl ordne die heutige
Pressekonferenz der ÖVP-Landesräte in die Kategorien ‚Unausgegoren‘
und ‚Reine Makulatur‘ ein: „Grundsätzlich sind die Schritte
begrüßenswert, jedoch nicht weit genug gehend und nicht von einer
medizinischen Gesamt-Sicht geprägt, sondern auf die schnelle
Schlagzeile schielend. Zusammenfassend trifft des wohl das Sprichwort
‚Am Abend wird der Faule fleißig‘ am besten.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSN

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