Max Lercher, Andrea Brunner: „Die Einschränkung der Altersteilzeit ist ein Programm zur Förderung der Arbeitslosigkeit“

Maßnahmen von Schwarz-Blau drängen ältere ArbeitnehmerInnen aus dem Erwerbsleben

Wien (OTS/SK) - „Erstmals seit Jahren sinkt die Arbeitslosigkeit bei den Über-50-Jährigen. Das verdanken wir vor allem der Aktion 20.000, die noch von der Regierung Kern eingeführt wurde. Was aber macht nun die schwarz-blaue Regierung als eine ihrer ersten Maßnahmen? Statt alles zu tun, um die Arbeitslosigkeit weiter zu senken, schränkt sie den Zugang zur Altersteilzeit ein und will die Aktion 20.000 zusammenstreichen. Statt aktiver Arbeitsmarktpolitik will die neue Regierung offenbar aktiv die Arbeitslosigkeit fördern“, sagt Max Lercher, der Bundesgeschäftsführer der SPÖ, heute, Donnerstag. ****

„Das ist ein Angriff auf die ArbeitnehmerInnen im Land. Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache sollen das ihren WählerInnen einmal erklären, weshalb der 58-jährige Krankenpfleger, oder die 53-jährige Kellnerin, die ihr Leben lang körperlich hart gearbeitet haben, nun nicht mehr in Altersteilzeit gehen können. Schwarz-Blau nimmt Menschen, die am Ende ihres Arbeitslebens nicht mehr die Kraft der Jugend haben, damit die Beschäftigungsperspektive. Zuerst wird der Zugang zur Altersteilzeit eingeschränkt, dann fallen die Beschäftigungsperspektiven durch das Zusammenstreichen der Aktion 20.000 weg und zum Schluss werden die Arbeitslosen dann mit Hartz IV enteignet und müssen ihre Wohnungen und Häuser verkaufen. Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat, wird von dieser Regierung dafür am Ende des Arbeitslebens bestraft. Unsozialer geht es fast nicht“, betont Lercher. 

„100.000 Menschen über 50 sind in Österreich arbeitslos. Die Aufgabe der Regierung ist es, alles zu tun, um diese Zahl weiter zu senken. Denn jede und jeder Arbeitslose ist eine und einer zu viel. Stattdessen soll die Aktion 20.000, die bereits rund 1.500 Jobs für ältere ArbeitnehmerInnen gebracht hat, nun zusammengestrichen werden“, sagt SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner und ergänzt: „Auch auf die Frauen hat Schwarz-Blau einmal mehr vergessen. Denn die geplante Mindestpension von 1.200 Euro gibt es erst ab 40 Beitragsjahren. Das ist für Frauen kaum zu erreichen. Die niedrigsten Pensionsansprüche in Österreich haben aber Frauen. Ihre Durchschnittspension beträgt gerade einmal 982 Euro. Von der geplanten Mindestpension wird aber kaum eine Frau profitieren. Soziale Gerechtigkeit sieht wahrlich anders aus“, schließt Brunner. (Schluss) mb

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