- 27.12.2017, 11:00:27
- /
- OTS0036
ORF-Schwerpunkt anlässlich des 100. Geburtstags von Gottfried von Einem
Wien (OTS) - Gottfried von Einem gilt als einer der bekanntesten
österreichischen Komponisten der Moderne. Am 24. Jänner jährt sich
sein Geburtstag zum 100. Mal. Aus diesem Grund widmet ihm Ö1 einen
ganzjährigen Schwerpunkt. Auch das ORF RadioKulturhaus und das
ORF-Fernsehen würdigen den Künstler.
Am Samstag, den 6. Jänner geht es in „Opus - das Musikkolloquium“
(22.15 Uhr) um „die Harmonie in der Ehe“ von Gottfried von Einem und
seiner zweiten Ehefrau Lotte Ingrisch.
Im „Ö1 Konzert“ am Freitag, den 19. Jänner (19.30 Uhr) ist eine
Aufnahme aus dem Wiener Konzerthaus vom 12. Jänner zu hören. Das ORF
Radio-Symphonieorchester Wien unter Heinz Karl Gruber – Solist:
Trompeter Håkan Hardenberger – spielt Gottfried von Einems
„Capriccio“, Bernd Richard Deutschs „subliminal“, Kurt Schwertsiks
„Zeit-Wind/Stern-Zeit. Eine Taschenkosmogonie“, Heinz Karl Grubers
Konzert für Trompete und Orchester „Aerial“ und Friedrich Cerhas
„Impulse für Orchester“.
Gottfried von Einems 100. Geburtstag wird am Montag, den 22.
Jänner und am Mittwoch, den 24. Jänner in „Anklang“ (10.05 Uhr)
thematisiert: Er war so liebenswürdig wie dämonisch, als „Componist“
freundlich zu seinem Publikum, aber konsequent in seiner modernen
Ästhetik. Er selbst sah sich als vom Feuer bewohnten Bären, der
ständig in Klangseen hineinspringen musste.
Von Montag, den 22. Jänner bis Donnerstag, den 25. Jänner geht es
im „Radiokolleg“ (jeweils um 9.45 Uhr) um das Ausloten der
traditionellen Grenzen. Gottfried von Einem wurde als außerehelicher
Sohn eines k. u. k. Militärattachés und der für ihre Diplomatie
international renommierten Gerta Louise von Einem in Bern geboren.
Als 20-Jähriger kam er als Korrepetitor an die Berliner Staatsoper,
später assistierte er in Bayreuth. 1943 wurde sein „Concerto“ von
Herbert von Karajan uraufgeführt. Die Blitzkarriere des „Componisten“
war von Turbulenzen aber auch großen Erfolgen geprägt.
Am Dienstag, den 23. Jänner spielt das Artis Quartett mit Ettore
Causa (Viola) in „Das Ö1 Konzert“ (19.30 Uhr) Wolfgang Amadeus
Mozarts „Veilchen-Quartett“, Gottfried von Einems Streichquartett Nr.
2 und Anton Bruckners Streichquintett in F-Dur (aufgenommen am 20.
Dezember 2017 im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins).
Modern „à la gestern“ – oder zeitlos? Dieser Frage geht „Zeit-Ton“
am Dienstag, den 23. Jänner (23.03 Uhr) nach. Gottfried von Einem hat
Konfrontationen nicht gescheut – ob es um die Einbürgerung des Bert
Brecht und dessen Verankerung bei den Salzburger Festspielen ging
oder um die Intrigen rund um die Nestroy-Oper „Der Zerrissene“. Und
nichts war ihm verhasster als ein Angepasstsein an Begriffe wie
„konservativ“ oder „avantgardistisch“.
Am Donnerstag, den 25. Jänner geht es in „Stimmen hören“ (14.05
Uhr) um einen Meister der Vokalmusik: Gottfried von Einem abseits von
„Der Besuch der alten Dame“ und „Dantons Tod“. Einige Schlüsselwerke
aus seinem reichen Oeuvre werden 2018 wieder groß herausgestellt.
„Beruf: Agentin?“ Das geheimnisvolle Leben der Gerta-Luise von
Einem wird am Samstag, den 27. Jänner in „Hörbilder“ (9.05 Uhr) in
einem Feature von Doris Stoisser beleuchtet. Die Mutter von Gottfried
von Einem war eine elegante Frau von Welt, sie verkehrte in den
höchsten Kreisen, unter Künstlern, Wirtschaftsleuten und
Staatsmännern. Sie war ihr Leben lang ruhelos auf Reisen, immer mit
Chauffeur und Kammerzofe in teuren Limousinen unterwegs und wohnte in
Luxushotels. Sie besaß ein großes Gut in Norddeutschland und mehrere
Wohnungen in unterschiedlichen Ländern. Wie sie diesen Lebensstil
finanzierte, wusste nicht einmal ihre Familie. 1948 wurde sie von
einem Pariser Gericht nach kurzem Prozess freigesprochen, damit wurde
ein Todesurteil wegen Spionage und Bestechung aufgehoben, das während
des Krieges gegen „die Baronin“" verhängt worden war.
Weitere Ö1-Programmpunkte anlässlich des 100. Geburtstags von
Gottfried von Einem folgen im Laufe des Jahres, u.a. „Das Ö1 Konzert"
(1.2. und 8.2.) und die Opern „Der Besuch der alten Dame“ (17.3.) und
„Dantons Tod“ (24.3.).
Orgelkonzert im ORF RadioKulturhaus: Gottfried von Einem
zum 100. Geburtstag
Das ORF RadioKulturhaus ehrt den Komponisten Gottfried von Einem
mit einem Orgelkonzert, das am Freitag, den 26. Jänner 2018 um 19.30
Uhr im Großen Sendesaal stattfindet. Die eigens für dieses Konzert
ausgewählten Orgelwerke nehmen jeweils Bezug auf sein Schaffen und
seine Weggefährten. In den 1930er Jahren zog Gottfried von Einem nach
Berlin, um bei Paul Hindemith zu studieren. Dessen Sonate Nr. 1 ist
an diesem Abend ebenso zu hören wie Gottfried von Einems „Geistliche
Sonate für Sopran, Trompete und Orgel“ mit Texten aus der Heiligen
Schrift. Weiters steht Franz Thürauers „Suite für Orgel und
Schlagwerk“ auf dem Programm, die interessante klangliche Facetten
des virtuosen Zusammenspiels durch die kreative Besetzung von Orgel,
Schlagwerk und Percussion bietet. Der Abend wird gestaltet von
Elisabeth Ullmann (Orgel), Anita Götz (Sopran), Dominic Feichtinger
(Schlagwerk und Percussion) und Lorenz Raab (Trompete). Der Eintritt
beträgt EUR 24,-. Mit ORF RadioKulturhaus-Karte ist der Bezug eines
um 50% ermäßigten Tickets möglich; Ö1 Club-Mitglieder erhalten 10%
Ermäßigung. Weitere Informationen zum Programm des ORF
RadioKulturhauses gibt es auf der Homepage
http://radiokulturhaus.orf.at oder über das Kartenbüro (Tel. 01/501
70-377).
Gottfried von Einem im ORF-Fernsehen
In der „matinee“ am Sonntag, den 21. Jänner um 9.55 Uhr in ORF 2
ist das von Otto Schwarz gestaltete Porträt „Ich habe immer Glück
gehabt - Gottfried von Einem“ zu sehen. Eine Aufzeichnung der
Mysterienoper „Jesu Hochzeit“ aus dem Hof der Stiftskirche in Ossiach
im Rahmen des Carinthischen Sommers 2016 steht auf dem Programm von
„Erlebnis Bühne mit Barbara Rett“ am Sonntag, den 28. Jänner um 23.20
Uhr in ORF III.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HOA






