- 22.12.2017, 10:53:55
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„FeierAbend“ über die junge Kenianerin Sophie Otiende – eine „Kämpferin mit großem Herz“
Am 26. Dezember um 19.52 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 26. Dezember um 19.52 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Verkauft, ausgenutzt, missbraucht – Menschenhandel ist
weltweit ein grassierendes Problem. Meist werden Mädchen oder junge
Frauen in die „Obhut“ wohlhabender Familien gegeben – in der Hoffnung
auf ein besseres Leben. Nicht selten erwartet sie dort jedoch
Gefangenschaft, Misshandlung und Demütigung. Auch Sophie Otiende
musste ein solches Schicksal erleiden. Im Alter von 13 Jahren wurde
die junge Kenianerin von der Familie ihres Onkels aufgenommen –
nachdem ihr Vater seinen Job verloren hatte und die ganze Familie in
einen Slum ziehen musste. Die Unterbringung bei Verwandten sollte ihr
eigentlich den Schulbesuch in Nairobi ermöglichen. Doch sie wurde zur
Hausarbeit gezwungen, bekam zu wenig zu essen, wurde misshandelt und
sexuell missbraucht. Mit der Hilfe einer Freundin ihrer Mutter konnte
sie sich nach acht Monaten schließlich aus den Fängen der Täter
befreien.
Die von Caroline Haidacher gestaltete „FeierAbend“-Ausgabe „Kämpferin
mit großem Herz“ dokumentiert am Stephanitag, Dienstag, dem 26.
Dezember 2017, um 19.52 Uhr in ORF 2, wie aus der Leidensgeschichte
der heute 32-Jährigen Kampfesgeist entwuchs, aus ihrem Trauma ein
Traum wurde, den Sophie heute in Nairobi lebt: Dort unterstützt sie
Tag für Tag minderjährige Opfer von Menschenhandel dabei, den Weg
zurück in ein unabhängiges Leben zu finden. Im Fokus steht dabei
„Empowerment“ – die Ermächtigung der oft schwer traumatisierten
jungen Menschen. Für Sophie bedeutet das, den Opfern jene Rechte, die
ihnen genommen wurden, wieder zurückzugeben und sie dabei zu
unterstützen, ein Bewusstsein für die eigenen Grundrechte zu
entwickeln. Ihr Vorbild ist dabei niemand Geringerer als Jesus
selbst: „Sein Leben war die Liebe in Aktion, Feminismus in Aktion. Er
ermächtigte die Frauen“, so die Ostafrikanerin über die Motivation
für ihr Engagement. Der christliche Glaube hat nämlich zwei Seiten,
ist sie überzeugt: Spiritualität und gesellschaftliches Tun.
Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen aus der Organisation „Haart“ hat
Sophie Otiende an einem geheimen Ort eine Unterkunft geschaffen, in
der die jungen Frauen ihr Selbstvertrauen zurückerlangen und sich auf
ihre Zukunft vorbereiten können. In Workshops wird außerdem
potenziellen Opfern erklärt, wie sie Gefahrensituationen erkennen und
sich daraus befreien können.
In ihrer Arbeit wird Sophie Otiende auch mit Spendengeldern aus
Österreich unterstützt: von missio – Päpstliche Missionswerke und der
Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar.
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