• 21.12.2017, 13:21:57
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  • OTS0147

FPÖ-Leyroutz: Kärntens Gesundheitssystem in der Schuldenfalle

Einsparungen im Kabeg-Management notwendig!

Utl.: Einsparungen im Kabeg-Management notwendig! =

Klagenfurt (OTS) - Die von Kärntens Gesundheitsreferentin Beate
Prettner so hoch gelobte Gesundheitsreform 2013 stößt in Kärnten an
ihre Grenzen. „Das Kärntner Gesundheitssystem steckt in einer
Sackgasse und Schuldenfalle“, machte heute einmal mehr Kärntens
FPÖ-Gesundheitsreferent, Klubobmann Christian Leyroutz im Zuge einer
Pressekonferenz aufmerksam. Der Nettogebarungsabgang der Kabeg für
2018 sei um 8,67 Mio. € (+3,5 %) höher als 2017 und werde mit 254,44
Mio Euro festgelegt. Damit sei Kärnten an der äußersten Kante des vom
Bund im Rahmen der Gesundheitsreform 2013 (Gesundheits-
Zielsteuerungsgesetz) festgelegten Kostendämpfungspfades angelangt.

Für Leyroutz wäre es daher höchste Zeit für eine Strukturreform.
„Denn in Wahrheit erwirtschaftet die Kabeg nicht einmal die
Personalkosten“, zeigt Leyroutz auf. Das aufgeblähte Kabeg-Management
mit rund 200 Mitarbeitern koste bereits 17 Millionen Euro, wobei die
Gehälter in der Kabeg in vielen Bereichen ungerechtfertigt hoch sind.
Daher seien ein massiver Ab- und Rückbau sowie eine Rückführung von
Kompetenzen in die Landesregierung dringend notwendig. „Die Kabeg
macht nur mehr für häuserübergreifende Kooperationen Sinn. Die
ausufernde Bürokratie zwischen der Kabeg und den einzelnen Spitälern
muss endlich gestoppt werden. So viel lokal wie möglich, so wenig
zentral wie nötig, sollte das Motto sein“, fordert Leyroutz.

Kritisch sieht Leyroutz auch die Anfang des nächsten Jahres zur
Beschlussfassung anstehende Reform der Kärntner
Krankenanstaltenordnung. Konkret sollen Primärversorgungseinheiten in
der Rechtsform von Ambulatorien betrieben werden dürfen. Spitalsärzte
könnten somit künftig angewiesen werde, Patienten in Einrichtungen
außerhalb der Krankenanstalten medizinisch zu versorgen. Für Leyroutz
„ein weiterer Anschlag auf die niedergelassenen Ärzte sowie den
ländlichen Raum. Denn es ist einfach ein Faktum, dass die Bevölkerung
ortsnah behandelt werden will“, führt Leyroutz aus. Er warnt davor,
teure Strukturen noch weiter auszuweiten und gleichzeitig eine
„Konkurrenzstruktur“ zum niedergelassenen Arzt zu schaffen.

„Reformbemühungen, die weiter das Aufblähen von teuren Einrichtungen
im Fokus haben, lehnen wir entschieden ab. Die eingesetzten Gelder
sollen primär beim Patienten ankommen“, schließt Leyroutz.

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