NEOS Wien/Meinl-Reisinger ad VBW-Personalia: Vertragsverlängerung für Struppeck ist nicht nachvollziehbar

Beate Meinl-Reisinger: „Wegen mäßigem Erfolg verlängert?“

Wien (OTS) - Besorgt zeigt sich NEOS Wien Klubobfrau und Kultursprecherin Beate Meinl-Reisinger auf die heute bekannt gewordene Vertragsverlängerung für den Chef der Musicalsparte bei den Vereinigten Bühnen Wien, Christian Struppeck: „Einmal mehr ist jede Zukunftsentwicklung bei den Vereinigten Bühnen Wiens abgeblasen. Vollmundige Ankündigungen des zuständigen Kulturstadtrats Mailath-Pokorny, ein Zukunftskonzept für die Vereinigten Bühnen vorzulegen und nach einem Superintendanten, der die Sparten Musical und Oper vereint, zu suchen, sind im Sand verlaufen. Es ist sehr problematisch, dass eine schwache Bilanz und ein Besucherrückgang bei den Vereinigten Bühnen offenbar mit einer Vertragsverlängerung belohnt werden. Unter Christian Struppeck sind sowohl Besucherzahlen als auch die Auslastung der Musicalsparte zurückgegangen. So kam die Eigenproduktion „Schikaneder“ gerade einmal auf eine Auslastung von rund 66 Prozent. Auch wenn die Zahlen für „I am from Austria“ besser sein sollen, bleibt die Frage offen, wo der innovative Charakter der Produktionen bleibt, um wieder den international guten Ruf zu erreichen, den die Vereinigten Bühnen schon einmal hatten und auch verdient haben. In anderen Städten und an anderen Bühnen können Musicals praktisch ohne öffentliche Förderungen finanziert werden, in Wien wurde den Vereinigten Bühnen erst vergangene Woche 39 Millionen Euro an Förderungen für 2018 zugesprochen. Die Vereinigten Bühnen drohen angesichts der ausbleibenden Erfolge ein Fass ohne Boden für den Steuerzahler zu werden. Der Geschäftsführer ist gut beraten, das System Struppeck transparenter und weniger geschlossen zu gestalten. Was ich nicht will, ist, dass die Vereinigten Bühnen Wien zu einer „Try-out-Bühne" oder einem Selbstbedienungsladen verkommen. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny fordere ich auf, endlich ein Zukunftskonzept für die Vereinigten Bühnen auf den Tisch zu legen und es nicht nur bei leeren Versprechen zu belassen.“ 

Dem designierten Intendanten des Theaters an der Wien, Stefan Herheim, der das Haus ab 2022 übernehmen wird, wünscht Meinl-Reisinger alles Gute: „Das Theater an der Wien hat sich schnell und nachhaltig als ein wichtiger Bestandteil des Opernbetriebs in Wien etabliert. Dieser Weg der qualitäts- und anspruchsvollen Produktionen sollte unbedingt weitergeführt werden.“

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