FSG-Aichinger: Arbeit der Beschäftigten in der SV nicht ständig schlechtreden!

Verbreitung von Halb- und Unwahrheiten bringt nichts außer verunsicherte Versicherte und Beschäftigte

Wien (OTS) - „Wer hoffte, dass die fokussierte Unintelligenz mit dem Ende des Wahlkampfs vorbei sein würde, der wurde schon beim ersten Interview des neuen Vizekanzlers enttäuscht: Unverdrossen erklärt H.C.Strache, dass die Verwaltungskosten in der Sozialversicherung zu hoch wären“, kommentiert Michael Aichinger, Vorsitzender der FSG in der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier).

Unzählige Überprüfungen aller Kontrollorgane sowie internationale Experten bestätigen dem österreichischen Sozialversicherungssystem Wirtschaftlichkeit, erinnert Aichinger: „Die Verwaltungskosten liegen mit 2,8 Prozent der Einnahmen deutlich unter jenen in Deutschland mit 4,9 Prozent oder der Schweiz mit 4,3 Prozent.“ Noch deutlicher falle der Vergleich mit privaten Krankenversicherungen aus, die in Österreich rund 32 Prozent ihrer Einnahmen für die Verwaltung brauchen, so Aichinger weiter: „Das ist mehr als das Zehnfache staatlicher Krankenversicherungen, die 2,8 Prozent für die Verwaltung ausgeben.“

„Vor diesem Hintergrund von hohen Kosten zu sprechen, entbehrt nicht nur jeder Realität, es bedeutet vor allem einen Affront gegen die rund 28.000 Beschäftigten in der Sozialversicherung. Seit 1995 wird ständig beim Personal eingespart, sowohl bei der Anzahl der Beschäftigten als auch bei den Löhnen und Gehältern. Zum Dank wird die Arbeit der Beschäftigten jetzt auch noch schlechtgeredet“, appelliert Aichinger an den Vizekanzler: „Seien Sie wenigstens ehrlich und sagen Sie, worum es Ihnen geht - das System zu zerstören, um privaten Unternehmen die Möglichkeit zu geben, mit der Gesundheit der Menschen in Österreich Profit machen zu können.“ Wären dem Vizekanzler und der neuen Bundesregierung die optimale Versorgung ein Anliegen, könnte der bereits eingeschlagene, nachhaltige Reformweg der Sozialversicherungen unterstützt werden. „Das Verbreiten von Halb- und Unwahrheiten bringt nichts außer verunsicherten Versicherten und Beschäftigten!“, so Aichinger abschließend.

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