• 21.12.2017, 08:00:01
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„profil“: Messner gegen Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler

Extrembergsteiger sieht „völkisch-nationales Wunschdenken österreichischer Rechtspolitiker“

Utl.: Extrembergsteiger sieht „völkisch-nationales Wunschdenken
österreichischer Rechtspolitiker“ =

Wien (OTS) - In der Freitag erscheinenden Ausgabe des
Nachrichtenmagazins „profil“ übt der Extrembergsteiger Reinhold
Messner scharfe Kritik an der geplanten Doppelstaatsbürgerschaft für
Südtiroler. Der gebürtige Südtiroler meint, das Vorhaben erinnere an
einen „Ahnenpass“ und entspringe dem „völkisch-nationalen
Wunschdenken einiger österreichischer Rechtspolitiker“. 1939 mussten
Südtiroler wählen, ob sie ins „Dritte Reich auswandern und
Volksdeutsche werden oder in Italien bleiben. Wir brauchen das nicht
ein zweites Mal, das zerreißt das Land.“ Südtirol habe zu Österreich
aus historischen Gründen eine besondere Beziehung, verfüge heute aber
über eine starke Autonomie und gehöre zu den erfolgreichsten Regionen
in Europa.

Im „profil“-Gespräch sagt Messner: „Warum will man Menschen
gegeneinander aufbringen, unseren Frieden, unseren Erfolg, unsere
Politik durcheinander bringen? Was bilden sich diese Leute in Wien
ein?“ Er sei, so Messner weiter, mit „Herrn Kurz im Sommer nicht auf
den Ortler gestiegen, weil ich wusste, dass er diese Koalition machen
wird.“ Für ihn, Messner, „war und bleibt Herr Strache extrem, zu weit
rechts. Ich werde darum kämpfen, dass diese rechten, völkischen
Vorstellungen nicht Platz greifen.“ Laut „profil“ versteht der
Bergsteiger sich selbst als Südtiroler mit einem italienischen Pass:
„Diese Identifikation braucht keinen zweiten Pass.“ Messner hoffe,
„dass zumindest die nächste Generation der Südtiroler einen
europäischen Pass haben wird“.

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