E-Mobilität braucht gebündelte Steuerung und Branchenexpertise

Austrian Mobile Power veröffentlicht 10 Punkte zur E-Mobilität in und aus Österreich

Strategiepapiere haben wir schon genug. Jetzt gilt es, die Maßnahmen zu konkretisieren und auf die Straße zu bringen.
DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power
Eine Beschäftigungs- wie auch Qualifizierungsoffensive ist dringend notwendig – nicht zuletzt, um dem bereits akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken
DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power
In der Fahrzeugindustrie treten ab 2021 die 95g/km CO2-Regelungen in Kraft. Damit die Hersteller nicht auf den E-Fahrzeugen sitzen bleiben und mehr saubere Mobilität auf Österreichs Straßen kommt, müssen auch die Rahmenbedingungen passen
DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power

Wien (OTS) - „E-Mobilität ist für Österreich ein extrem wichtiges Themenfeld. Nicht nur, um saubere Mobilität auf die Straße zu bekommen, sondern auch um die heimische Wirtschaft und Industrie anzukurbeln und zukunftsfähig zu machen“, sagt DI Heimo Aichmaier, Geschäftsführer von Austrian Mobile Power. Österreichs E-Mobilitätsallianz mit aktuell 36 Top-Unternehmen aus der heimischen Industrie und Wirtschaft hat ihr branchenübergreifendes Know-how gebündelt und in einem 10-Punkte-Programm die wesentlichen Aktionsfelder für E-Mobilität in und aus Österreich festgehalten. „Als EU-Mitgliedsstaat sind wir verpflichtet, zielführende Maßnahmen für den Klima- und Umweltschutz rechtzeitig und stringent umzusetzen. Erfreulich ist, dass das neue Regierungsprogramm einige unserer Ansätze enthält und dabei vor allem die Notwendigkeit der Technologieoffenheit bei Forschung, Entwicklung und Förderung erkannt hat“, so Aichmaier. „Strategiepapiere haben wir schon genug. Jetzt gilt es, die Maßnahmen zu konkretisieren und auf die Straße zu bringen.“ Aufgrund der Komplexität des Themas kein leichtes Unterfangen: E-Mobilität ist mehr als ein Elektroauto. E-Mobilität ist ein Veränderungstreiber im Mobilitätssystem, dessen Aufbau ganzheitlich betrachtet und zentral gesteuert werden muss. Die E-Mobilitätsallianz sieht daher den Bedarf eines/einer E-Mobilitätsbeauftragten der neuen Bundesregierung, der/die das Zukunftsthema hinsichtlich notwendiger Forschungs- und Umsetzungsaufgaben ressortübergreifend koordiniert, branchenübergreifende Expertise einholt und im Sinne nationaler wie internationaler Zielsetzungen vorantreibt.

Standortsicherung mit dem Zukunftsfeld der E-Mobilität

Die seitens des Klima- und Energiefonds beauftragte Studie „E-MAPP: E-Mobility and the Austrian Production Potential“ (2016) zeigt das enorme Potenzial der E-Mobilität für die heimische Wirtschaft: Die österreichische Automobilbranche kann durch den Ausbau der E-Mobilität insgesamt bis zu 33.900 Jobs und 3,1 Mrd. Euro Wertschöpfung bis 2030 generieren. Dies gelte es auszuschöpfen und durch die Senkung der Lohnnebenkosten für Beschäftigte im Bereich der E-Mobilität eine Entwicklung in diese Richtung anzustoßen. „Eine Beschäftigungs- wie auch Qualifizierungsoffensive ist dringend notwendig – nicht zuletzt, um dem bereits akuten Fachkräftemangel entgegenzuwirken“, so Aichmaier. Österreich müsse als wettbewerbsfähiger Standort interessant bleiben. Pioniere aus Wirtschaft und Industrie bei ihren Investitionen für den Aufbau von Entwicklungs- und Produktionsanlagen für E-Fahrzeugbau, Batterien, Ladesäulen und dezentrale Speicher dementsprechend zu unterstützen, erachtet Austrian Mobile Power als ebenso wichtig, wie auch eine deutliche F&E-Programmstärkung für E-Mobilität. Nur so können österreichische Unternehmen bei Innovationen im internationalen Marktumfeld auch weiterhin eine zentrale Rolle einnehmen.

E-Mobilität auf die Straße bringen

Die Automobilindustrie hat die E-Mobilität klar im Fokus. Allein in den kommenden drei Jahren sollen mehr als 30 Fahrzeugmodelle mit verbesserten Reichweiten auf den europäischen Markt kommen. „In der Fahrzeugindustrie treten ab 2021 die 95g/km CO2-Regelungen in Kraft. Damit die Hersteller nicht auf den E-Fahrzeugen sitzen bleiben und mehr saubere Mobilität auf Österreichs Straßen kommt, müssen auch die Rahmenbedingungen passen“, appelliert Aichmaier. Zum einen brauche es neben den weiteren Aufbau moderner Ladeinfrastruktur auch eine Qualitätsoffensive bei bestehenden Ladesäulen, um diese zukunftstauglich zu machen. Zum anderen ist die monetäre und steuerliche Gleichstellung von allen E-Fahrzeugen – von Plug-in Hybriden bis zum Wasserstoff-Elektrofahrzeug – längst überfällig. Dringender Handlungsbedarf wird auch im legistischen Bereich gesehen, wo es Novellierungen in der Bauordnung, im Wohnungseigentum- und Mietrechtsgesetz wie auch im Gewerberecht bedarf.„Für Innovationen wie die E-Mobilität braucht es eine zeitgemäße Anpassung der Legistik. Diese wird im Programm der neuen Bundesregierung zumindest hinsichtlich des wohnzivilrechtlichen Bereichs schon angesprochen“, so Aichmaier. „Wir wünschen uns in Bezug auf die E-Mobilität mehr Innovationsfreundlichkeit von der neuen Bundesregierung. Das aktuell vorliegende Programm zeigt in vielen Punkten jedenfalls schon in die richtige Richtung.“

Das ausführliche 10-Punkte-Programm für E-Mobilität in und aus Österreich inklusive nationaler und internationaler Quellenangaben finden Sie unter www.austrian-mobile-power.at/presse/.


Über Austrian Mobile Power

Austrian Mobile Power wurde im Sommer 2009 gegründet. Mit der gemeinsamen Kraft und Kompetenz österreichischer Spitzenunternehmen führt Austrian Mobile Power als die branchenübergreifende Elektromobilitäts-Allianz Österreichs die Implementierung der Elektromobilität voran. Die Kompetenzplattform umfasst Spitzenrepräsentanten aus den Bereichen Fahrzeugtechnologie, Systemanbieter, Energieversorger, Anwendertechnologien und Interessenvertretung. Zur ihren Mitgliedern zählen: ABB, AIT Austrian Institute of Technology, ARBÖ, Automobil-Cluster OÖ, AVL List, BMW Group Austria, ECARIO, e-Marke, Energie AG Oberösterreich, Enio, FEEI, greenmove, HAGER, has.to.be, Hyundai, IBIOLA Mobility Solutions, Industriellenvereinigung, INFINEON, Innovation Service Network, Kalomiris Consulting, LeasePlan Österreich, MAGNA, NISSAN ÖSTERREICH, ÖAMTC, Österreichs Energie, OVE, Porsche Austria, Raiffeisen Leasing, Renault Österreich, REWE International AG, Robert Bosch AG, Siemens AG Österreich, SMATRICS, TÜV Austria, VERBUND AG und Wirecard CEE.
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