Sima/Persy: Alle Jahre wieder: Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk!

Erste Erfolge im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel – Stadt weiter aktiv

Wien (OTS) - Alle Jahre wieder: Kinder wünschen sich oft ein Tier vom Christkind, der Kauf ist unüberlegt und die Familie bald mit dem neuen Familienmitglied überfordert. „Tiere sind kein Weihnachtsgeschenk, sondern bedeuten Verantwortung für ein ganzes Leben“, appelliert Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima gemeinsam mit Tierschutzombudsfrau Eva Persy, keine Tiere zu verschenken.

Gerade weil die Nachfrage rund um Weihnachten aber leider immer noch groß ist, boomt auch der illegale Welpenhandel mit all seinen negativen Konsequenzen zu dieser Jahreszeit: oft werden kranke und schwache Tiere im Internet oder aus dem Kofferraum angeboten, hohe Tierarztkosten oder gar der Tod des Tieres sind oft die Folge solcher Käufe. Ganz abgesehen vom generellen Tierleid, das hinter dem Welpenhandel steckt.

Die Stadt Wien ist seit vielen Jahren – gemeinsam mit vielen TierschützerInnen – aktiv gegen den illegalen Welpenhandel und ist auch auf EU-Ebene engagiert.

Die Erfolge dieser jahrelangen Bemühungen sind erfreulicherweise bereits sichtbar

Durch die Durchführung von Scheinkäufen, die konsequente Verfolgung und Bestrafung von illegalen Anbietern und eine enge Kooperation mit der Wiener Polizei konnte zahlreichen Welpenhändlern in den letzten Jahren das Handwerk gelegt werden. Gemeinsam mit einer breiten Informationskampagne über die Gefahren des Welpenhandels bewirkten diese Maßnahmen einen drastischen Rückgang der illegalen Online-Inserate um ca. 50% von 2016 auf 2017 für Wien.

Die Tierschutzombudsstelle der Stadt Wien hat die Entwicklung am Inseraten-Markt in den letzten Jahren intensiv beobachtet, noch im Jahr 2016 gab es auf vielen Plattformen illegale Tier-Inserate, einzig die Plattform Tieranzeigen.at hat bereits seit 2014 den gesetzlichen Bestimmungen entsprochen.

Plattformen mit Sitz ausserhalb Österreichs weiterhin ein Problem

Eine Verschärfung der Rechtslage auf Bundesebene 2017 führte schließlich zu einer österreichweiten Eindämmung des Online Handels. Scheinkäufer fanden in den letzten Monaten wenige einschlägige Angebote. Eine der wesentlichen Herausforderungen bleibt aber das Ausschöpfen rechtlicher Möglichkeiten gegenüber Portalbetreibern, deren Sitz außerhalb Österreichs ist. Zu diesen Online-Plattformen gehört z.B. bazos.at – leider weiterhin ein Umschlagplatz für den illegalen Welpenhandel mit Sitz in Tschechien.

Im TierQuarTier warten viele Hunde, Katzen und Kleintiere auf ein neues zu Hause

Wer sich ein neues Familienmitglied wünscht, sollte sich vor der Anschaffung zentrale Fragen stellen: Sind genug Zeit, Platz und Geld für die Tierhaltung vorhanden? Wird das Tier von allen Familienmitgliedern akzeptiert? Wer kümmert sich im Urlaub um die Betreuung? Ist die Tierhaltung überhaupt durch die Hausverwaltung erlaubt? Besteht eine Tierallergie? Sind alle Fragen beantwortet, dann ist ein Besuch im TierQuarTier Wien empfohlen. Dort werden TierfreundInnen bestens beraten und es wird das geeignete Tier vermittelt.

Links zum Thema:
www.tierquartier.at

www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/welpenhandel.html www.tieranwalt.at/de/xmas.htm www.tieranwalt.at/de/tiere_keine_sache.htm www.tieranwalt.at/de/internet.htm

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

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Anita Voraberger
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
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Mobil: 0664 16 58 655
anita.voraberger@wien.gv.at
www.umweltmusterstadt.wien.at

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